Mehr Sitzbänke im öffentlichen Raum für alle! Mehr Sensibilität für die Mobilität von Seniorinnen und Senioren

Gemeinsamer Antrag NR 289/17 der Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNEN im Römer

Der Magistrat wird beauftragt, ein Programm "Sitzbänke - ausgeruht mobil" aufzulegen, mit dem im gesamten Stadtgebiet zur Verbesserung der Nahmobilität zusätzliche Sitzbänke im öffentlichen Raum aufgestellt werden. Dabei ist Folgendes zu beachten:

a) Das Programm "Sitzbänke - ausgeruht mobil" kommt allen Bevölkerungsgruppen zugute, darunter auch Jugendlichen, Erwachsenen mit Kindern sowie Seniorinnen und Senioren. Ruhepunkte in der Stadt nützen sowohl Frankfurterinnen und Frankfurtern wie Gästen. Im Fokus des Programms steht die Erleichterung der Mobilität von Seniorinnen und Senioren.

b) Die Standorte für Sitzbänke orientieren sich an den Gegebenheiten des jeweiligen Stadtteils. In die Standort- und Modellauswahl werden diejenigen, an die sich das Sitzangebot richtet (z. B. Seniorinnen und Senioren, Eltern mit Kindern, Jugendliche), Institutionen (örtlicher Seniorenbeirat, Seniorinnen- und Senioreneinrichtungen), der Einzelhandel sowie - falls sinnvoll - das Quartiersmanagement und Jugendeinrichtungen eingebunden.

c) Die Standortauswahl erfolgt nicht nur punktuell, sondern vorrangig streckenbezogen entlang von Hauptwegeverbindungen und Freizeitrouten. Dabei sollen "Sitzrouten" zur Erreichbarkeit des örtlichen Einzelhandels, von Haltestellen des ÖPNV, von öffentlichen Einrichtungen und von Grünanlagen entstehen.

d) Bei der Umsetzung des Programms sind die in Frankfurt gesammelten Erfahrungen im Rahmen der "Nahmobilität Nordend" sowie weitere innovative Konzepte wie "mobile Bänke" und Klappbänke zu berücksichtigen.

e) Über die Platzierung der Sitzbänke entscheidet der Ortsbeirat.

Begründung

Gerade im unmittelbaren Wohnumfeld und für Wege im Stadtteil, also im Bereich der Nahmobilität, ist Zufußgehen die Basis der Fortbewegung. Das bedeutet aber auch, dass eine fußgängerfreundliche Gestaltung des Straßenraums und die Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur ein wesentlicher Bestandteil der Lebensqualität ist. Dabei ist festzustellen, dass insbesondere Seniorinnen und Senioren bei der Bewältigung ihrer Wege, zum Einkaufen oder zur nächsten Haltestelle des ÖPNV, Orte zum Ausruhen benötigen. Auch Eltern mit Kindern sowie Jugendliche sind für weitere Sitzgelegenheiten äußerst dankbar.

Der Magistrat ist daher aufgefordert, zur Verbesserung der Nahmobilität ein Programm für zusätzliche Sitzbänke im öffentlichen Raum aufzulegen. Dabei sind vor allem - aber nicht nur - Sitzrouten entlang von Hauptfußwegeverbindungen und Freizeitrouten zu bilden, die Ausgangspunkte und Ziele von Wegen - Läden, Haltestellen des ÖPNV, öffentliche Einrichtungen, Grünanlagen - verbinden. Bei der Erarbeitung der Routen und Standorte sind Seniorinnen und Senioren und ihre Interessenvertretungen, Seniorinnen- und Senioren(wohn)einrichtungen, Quartiersmanagement, Jugendeinrichtungen und Kinderbeauftragte sowie der Einzelhandel einzubeziehen.