Straßenbahnen auf der Verbindung Altstadtstrecke – Hauptbahnhof – Gallus - Höchst verstärken: Den ÖPNV kundengerecht ausbauen

NR XX Gemeinsamer Antrag der Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNEN

Der Magistrat wird aufgefordert, zu prüfen und zu berichten,

a) wie auf der Verbindung von der Altstadtstrecke über Hauptbahnhof und Galluswarte nach Höchst die Fahrgastkapazität der Straßenbahn erhöht werden kann,

b) ob auf der Strecke der Takt der bestehenden Linien verdichtet oder eine zusätzliche Linie eingeführt werden können,

c) ob und unter welchen Voraussetzungen, z. B. Barrierefreiheit, auf der Strecke Doppeltraktionszüge eingesetzt werden können,

d) ob in diesem Zusammenhang die stillgelegte Straßenbahnstrecke in der Kleyerstraße wieder in Betrieb genommen werden kann,

e) ob in diesem Zusammenhang der eingleisige Abschnitt in der Rebstöcker Straße zweigleisig ausgebaut werden kann und welche Kosten dafür entstehen,

f) ob als Alternative zu d) eine Neubaustrecke über Ackermann- oder Sondershausenstraße gebaut werden kann und in welchem Zeitrahmen und Kosten dies realisiert werden kann,

g) ob die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten den Ausbau der Fahrstromversorgung und der Signalanlagen erfordert,

h) welche Fahrzeugkapazitäten für die Ausweitung der Verkehre derzeit bzw. ab wann verfügbar sein werden.

Begründung

Die Straßenbahnverbindung von der Altstadtstrecke über den Hauptbahnhof und das Gallusviertel nach Höchst ist heute chronisch überlastet, die Züge sind überfüllt. Angesichts des allgemeinen Bevölkerungswachstums in Frankfurt, des starken Wohnungsbaues im Gallus und den neuen Bürobauten im Bereich Karmeliterkloster sowie der Fertigstellung der neuen Altstadt ist es dringend erforderlich, die Beförderungskapazität in dieser Verbindung zu erhöhen und ggf. die dafür notwendigen Infrastrukturanpassungen vorzunehmen.

Lösungen wären Taktverdichtungen, die Einführung einer zusätzlichen Straßenbahnlinie, Doppeltraktionszüge, die Wiederinbetriebnahme der Trasse durch die Kleyer- und Rebstöcker Straße oder eine Neubaustrecke über die Ackermann- oder die Sondershausenstraße. Dabei wäre es erforderlich, die Verbindung durch die Rebstöcker Straße oder eine Neubaustrecke mit einer zusätzlichen Linie zu befahren und nicht, wie früher, durch eine Verlegung des Linienweg einer der auf der Mainzer Landstraße verkehrenden Straßenbahnlinien. Dabei ist unter Berücksichtigung der Einpassung in das gesamtstädtische Straßenbahnnetz das Betriebskonzept der Straßenbahnen (Linienführung mit Endpunkten) mit dem Ziel anzupassen, den veränderten Fahrgastzahlen und Verschiebungen in den Fahrtzielen der Fahrgäste gerecht zu werden und einen nachfragegerechten, möglichst schnellen und umsteigearmen kundengerechten ÖPNV anzubieten.