Grüne gratulieren ‚our generation‘ zu 30 Jahren erfolgreichem Engagement für sexuelle Gleichberechtigung

our generation e.V. für Jugendliche und junge Erwachsene von 14 bis 27 Jahren feiert am heutigen 1. Dezember sein 30-jähriges Vereinsjubiläum. Im Jahr 1985 als 'Schwule Jugendclique Frankfurt' gegründet, ist der Verein heute Anlaufstelle für lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und queere junge Menschen.

"Die our generation hat sich sehr rasch als relevante Akteurin und Katalysator für Veränderungen in Frankfurt etabliert. So wurde sie 1987 als erste Schwule Jugendclique Deutschlands in einen Stadtjugendring, den Frankfurter Jugendring, aufgenommen. Sie meldete sich immer zu Wort und initiierte Projekte, die erfolgreiche Plattformen und eine systematische Unterstützung schwuler junger Männer in Frankfurt darstellen. Nicht wenige der heute in unserer Stadt offen schwul lebender Männer verdanken es den Aktivitäten von our generation, dass sie das Selbstvertrauen und den Mut gefunden haben, zu ihrer sexuellen Orientierung und Identität zu stehen. Seit 1999 richten sich die Vereinsangebote unter dem neuen Namen 'our generation' gezielt auch an Mädchen und weibliche Jugendliche - ein weiterer Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Ausdrücklich nennen möchte ich außerdem die sehr wichtige Mitwirkung von our generation am Runden Tisch zur Verbesserung der Situation von Lesben und Schwulen in Frankfurt 2003, ihr vor fünf Jahren gegründetes und überaus gut angenommenes Jugendzentrum KUSS41, das aufgrund eines Haushaltsantrags der Grünen im Römer von der Stadt finanziert wird, und das Schulaufklärungsprojekt SchLAu Frankfurt zur sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität", sagt Manuel Stock, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Römer, der auch an der Vereinsfeier teilnehmen wird.

"our generation ist für ihr SchLAu Frankfurt-Projekt im Juli 2013 mit dem Frankfurter Bürgerpreis ausgezeichnet worden. Mehr als zu Recht, wie ich finde, und ein wichtiges Signal, dass die Ziele und Arbeit des Vereins auch in der Mitte der Stadtgesellschaft anerkannt sind. Dennoch sind wir leider auch im Jahr 2015 noch weit entfernt von einer in allen Lebensbereichen gleichberechtigten Stadtgesellschaft, vielmehr bestehen noch immer Vorurteile und Diskriminierungen, die nicht akzeptabel sind. Wir müssen weiterhin daran arbeiten und einfordern, dass sexuelle Gleichberechtigung konsequent gelebt wird und werden kann in Frankfurt. Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit our generation auf diesem Weg gut weiter voranschreiten werden", so Stock weiter.