„Fahrradleasing für städtische Beschäftige: Betriebliche Gesundheitsförderung stärken“

Gemeinsame Pressemitteilung der Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNEN vom 22. März 2017

Die Koalitionsfraktionen von CDU, SPD und GRÜNEN haben einen Antrag eingebracht, mit dem sie die betriebliche Gesundheitsförderung der Beschäftigten stärken und mit umweltschonender Mobilität verknüpfen wollen: Beschäftigte sollen künftig die Möglichkeit haben, über einen Rahmenvertrag ein "Dienstfahrrad" zu leasen, das auch privat genutzt werden kann. Das kostengünstige Leasingangebot soll sowohl Fahrräder, E-Bikes/Pedelecs (Elektroantrieb bis max. 25 km/h) und "S-Pedelecs" (Elektroantrieb über 25 km/h) umfassen.

"Wir sind uns fraktionsübergreifend einig, dass dies bei den Beschäftigen der Stadt gut ankommen wird, denn Fahrräder mit Elektroantrieb führen im Vergleich zum herkömmlichen Fahrrad dazu, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch längere Arbeitswege mit dem Rad zurückzulegen, ehe sie auf andere Verkehrsmittel zurückgreifen. Außerdem ergibt sich durch das Leasing-Modell ein attraktiver Gesamtpreis für die meist noch recht teuren Elektromodelle", so die personalpolitischen Sprecher Günther Quirin (CDU), Holger Tschierschke (SPD) und die personalpolitische Sprecherin Hilime Arslaner (GRÜNE).

Bei diesen Leasingmodellen vereinbaren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit dem Arbeitgeber beispielsweise eine echte Barlohnumwandlung. Das heißt, statt einen Teil des Gehalts ausbezahlt zu bekommen, erhalten diese Beschäftigten künftig als Sachlohn ein Rad, das sie auch privat nutzen dürfen. Dafür behält der Arbeitgeber vom monatlichen Bruttolohn die Leasingrate und die Versicherungsprämie ein. Hinzu kommt ein Prozent des Listenpreises als geldwerter Vorteil für die Privatnutzung.

Viele Unternehmen in Frankfurt am Main, darunter Deutsche Bahn AG und Commerzbank AG, bieten ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bereits die Möglichkeit, Fahrräder und E-Bikes/Pedelecs zu leasen.

"Diese Beispiele zeigen, dass zum Ende des Leasingvertrages die Beschäftigten das "Dienstrad" für einen relativ geringen Restbetrag kaufen können. Die bis dahin von den Beschäftigten gezahlten Leasingraten und der Restbetrag zum Kauf des Rads ergeben in der Regel einen deutlichen Preisvorteil gegenüber einem Direktkauf. Das macht dieses Modell für die Beschäftigten zusätzlich attraktiv und bringt die Stadt Frankfurt als moderne Arbeitgeberin von über 10.000 Beschäftigten in Sachen betriebliche Gesundheitsförderung und Nachhaltigkeit betrieblicher Mobilität weiter voran", erklären die personalpolitischen Sprecher*innen der Koalitionsfraktionen, die in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart haben "kosteneffiziente und umweltschonende Mobilität auch der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Beispiel durch Carsharing bei den Ämtern, Rad- statt PKW-Einsatz oder Fahrzeugpooling zur Reduktion des Fahrzeugbestandes voranzubringen".