Freude über Auszeichnung des „Regionalen Energiekonzepts FrankfurtRheinMain“

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 9. November 2017

"Der Klimaschutz lebt vor allem von den Menschen, die vor Ort aktiv mitmachen. Wir freuen uns daher sehr, dass Frankfurt mit dem Projekt "Regionales Energiekonzept FrankfurtRheinMain" einen wirksamen Beitrag leistet, um den Klimawandel mit seinen katastrophalen Folgen für Mensch und Natur zu stoppen, und dafür vom Land Hessen ausgezeichnet und gefördert wird. Denn Klimaschutz ist dann besonders nachhaltig, wenn er von unten wächst", erklärt Angela Hanisch, umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer.

Das Projekt leiste das ganz beispielhaft: Die Stadt Frankfurt am Main und der Regionalverband FrankfurtRheinMain bringen ihre jeweiligen Erfahrungen und Kompetenzen sowohl bei der Energieeffizienz, als auch bei der Planung und Koordinierung des Ausbaus erneuerbarer Energien ein und haben gemeinsam mit den beteiligten Kommunen und Akteuren das "Regionale Energiekonzept FrankfurtRheinMain" erarbeitet. Das Konzept soll die formelle Regionalplanung ergänzen und sich insbesondere auf die Zusammenarbeit der maßgeblichen öffentlichen Stellen, der Wirtschaft sowie der Personen des Privatrechts (Vereine, Verbände, Genossenschaften etc.) konzentrieren. Bereits im Frühjahr 2013 hatten die Stadt Frankfurt am Main und der Regionalverband FrankfurtRheinMain ihre Zusammenarbeit zur Energiewende formell beschlossen.

Die Zusammenarbeit beim "Energieberatungszentrum Energiepunkt FrankfurtRheinMain e.V." und die gemeinsame Vergabe von Aufträgen zu den Grundlagen des Regionalen Energiekonzeptes bildeten die ersten konkreten Schritte dieser Kooperation. Mit einem Regionalen Energiemonitoring sollen Energieverbrauch, -erzeugung und -potenziale nicht nur für die gesamte Region, sondern auch für die einzelnen Landkreise sowie Städte und Gemeinden in Steckbriefen bilanziert und regelmäßig fortgeschrieben werden. Alle Kommunen und Landkreise wurden während einer Beteiligungsphase befragt und es folgte eine ausführliche Akteursanalyse für das gesamte Verbandsgebiet FrankfurtRheinMain. Auf dieser Grundlage wird das Regionale Energiekonzept ständig weiterentwickelt und in die jeweiligen Gremien eingebracht. Gleichzeitig beginnt die Arbeit an der Umsetzung der Maßnahmenvorschläge. Alle Akteure sind aufgefordert, das großartige Engagement in der Beteiligungsphase auch bei der Realisierung der dort entwickelten Projekte fortzuführen, um gemeinsam die anspruchsvollen Ziele für eine klimaneutrale Region zu erreichen.

"Es ist großartig, dass Frankfurt für dieses Energiekonzept einen Sonderpreis für herausragende interkommunale Zusammenarbeit erhalten hat", so Hanisch abschließend.

In Hessen haben bislang 173 Landkreise und Kommunen die Charta der Klimakommunen unterzeichnet und setzen sich aktiv für Klimaschutz und Klimaanpassung vor Ort ein. Beim Wettbewerb der Klimakommunen haben Landkreise und Kommunen seit Ende 2016 insgesamt 52 Projekte eingereicht. Frankfurt ist eine von neun Kommunen, die insgesamt 60.000 Euro für ihr Engagement erhalten.

Weitere Informationen unter: http://www.energiewende-frankfurtrheinmain.de/home/