GRÜNE begrüßen Planung für Frankfurter Unterkunft für queere Geflüchtete

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 12. Dezember 2017

Die GRÜNE-Fraktion begrüßt die Planungen der Stadt, im nächsten Jahr eine eigene Unterkunft für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queere (LSBTIQ*) Geflüchtete zu eröffnen. "LSBTIQ*-Geflüchtete sind in den bestehenden Unterkünften nicht selten Diskriminierungen und homophober sowie transfeindlicher Gewalt ausgesetzt. Sie sind mit ihrer Ankunft in Deutschland noch lange nicht in Sicherheit. Um ihre körperliche Unversehrtheit und die Wahrung ihrer Rechte in den Unterkünften zu gewährleisten, bedarf es daher geeigneter Mittel. Wir begrüßen es, dass der Magistrat der Stadt Frankfurt diese besondere Schutzbedürftigkeit anerkennt und entsprechende Maßnahmen veranlasst", erklärt Dimitrios Bakakis, queerpolitischer Sprecher der GRÜNEN im Römer.

In seiner Antwort auf die mündliche Frage Nummer 847 von Dimitrios Bakakis in der Plenarsitzung im November 2017 hat der Magistrat mitgeteilt, dass im ersten Quartal 2018 eine spezielle Unterkunft für LSBTIQ*-Geflüchtete eingerichtet wird. Der "Frankfurter Verein für soziale Heimstätten" wird unter Beteiligung von Expert*innen aus den queeren Communities eine Unterkunft für bis zu 20 Personen betreiben. "Wir benötigen diesen besonderen Schutzraum für LSBTIQ*-Geflüchtete dringend. Das zeigt auch die Forderung der Gruppe "Rainbow Refugees Frankfurt", die sich aufgrund der Erfahrungen in den Unterkünften für eine eigene Unterkunft für queere Geflüchtete einsetzt", so Bakakis weiter.

Darüber hinaus brauche es eine Verbesserung der Betreuung in den regulären Unterkünften. "Ein wichtiger Schritt ist dabei die für diesen Monat geplante spezielle Schulung für Sozialarbeiter*innen. In dieser sollen sie für die besondere Situation von LSBTIQ*-Geflüchteten und für Anzeichen von Diskriminierung sensibilisiert werden", erläutert Bakakis. "Diese Maßnahmen werden dazu beitragen, die Unterkünfte für LSBTIQ*-Geflüchtete diskriminierungsfreier zu gestalten. Es bleibt jedoch noch viel zu tun, um ein Umfeld zu schaffen, in dem sich auch diese Personengruppen sicher fühlen - eine Grundvoraussetzung, um hier heimisch werden zu können."