Kein Glyphosat auf Frankfurts Sport- und Grünflächen – Unkrautgift auch privat nicht einsetzen

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 28. November 2017

Deutschland hat neben anderen EU-Staaten für eine Verlängerung der Zulassung des umstrittenen Unkrautgifts Glyphosat gestimmt. Glyphosat ist ein Allround-Herbizid und vernichtet alle grünen Pflanzenteile. Es schädigt die Artenvielfalt und steht im Verdacht, krebserregend zu sein. "Es ist für Mensch und Umwelt fatal, dass der EU-Ministerrat die Zulassung von Glyphosat um weitere fünf Jahre verlängert hat. Das Verhalten des geschäftsführenden Bundeslandwirtschaftsministers ist ein Unding", erklärt Ulla auf der Heide, umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer.

"Zum Glück sind wir in Frankfurt schon weiter: Hier wird auf städtischen Sportanlagen auf den Einsatz von Glyphosat verzichtet. Unkraut wird hier mechanisch bekämpft. Parallel hierzu kommen Spezialmaschinen zum Einsatz, die unter Verwendung von Heißwasser unerwünschten Bewuchs giftfrei vernichten", erläutert auf der Heide. "In öffentlichen Grünanlagen werden ebenfalls keine Herbizide mehr eingesetzt, weder in Pflanz- noch auf Wegeflächen. Unkraut wird auch hier manuell beseitigt. Die Kleingartenverordnung der Stadt Frankfurt verbietet ebenfalls den Einsatz von Herbiziden."

"Ich möchte daher an alle Landwirtinnen und Landwirte, an alle Gärtnerinnen und Gärtner, die Wohnungsbaugesellschaften und andere mit grün- oder landwirtschaftlich genutzten Flächen Beschäftigten appellieren, das hochgiftige Glyphosat aus dem Gebrauch zu verbannen. Die gesundheitlichen Folgen sind nicht richtig erforscht, aber vor allem die Auswirkungen auf die Biodiversität sind verheerend", so auf der Heide abschließend.