Kunst in den Fraktionsräumen: GRÜNE freuen sich über Beuys-Plakat aus ihrer Gründerzeit

Pressemitteilung der GRÜNEN Landtagsfraktion und der GRÜNEN im Römer vom 14. März 2017

Die GRÜNEN im Landtag freuen sich sehr über das mit dem Joseph-Beuys-Kunstwerk "Der Unbesiegbare" gestaltete GRÜNEN-Plakat, das sie heute im Rahmen ihrer Fraktionssitzung von dem Neu-Isenburger Kunstsammler Robert Funcke entgegennehmen konnten. "Wir bedanken uns bei Herrn Funcke, dass er uns dieses Dokument aus der Gründerzeit unserer Partei übereignet hat. Es bekommt einen Ehrenplatz in unseren Fraktionsräumen", erklärt Mathias Wagner, Vorsitzender der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Joseph Beuys, einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts, gehörte zu den Gründungsmitgliedern der GRÜNEN und unterstützte die Partei in den 80er Jahren sowohl inhaltlich als auch mit seiner künstlerischen Arbeit. Funcke hatte anlässlich des 35-jährigen Bestehens der GRÜNEN 2015 in einer Ausstellung unter dem Titel "...und das Wort war grün!" gezeigt, wie Joseph Beuys und Andy Warhol die junge politische Bewegung unterstützen. Jetzt hat er der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag sowie den GRÜNEN im Frankfurter Römer je einen Zustandsdruck des Plakats zur Europawahl von 1979 übereignet, bei der Beuys für die GRÜNEN kandidierte.

Der Entwurf von Beuys' Meisterschüler Johannes Stüttgen zeigt Beuys'Arbeit "Der Unbesiegbare": einen Spielzeugsoldaten, der auf einen Hasen zielt. "Den Grund für die demonstrative Unerschrockenheit des Hasen hat Beuys einmal in einem Gespräch so erläutert: Der Hase ist aufgrund seiner Beweglichkeit und Schnelligkeit dem Aggressor, dem Menschen, überlegen. Wenn man so will, war der Hase bestens dazu geeignet, Symbol der jungen GRÜNEN zu sein. Denn auch wir wurden in den Anfangsjahren für manche unsere Ideen angefeindet, die heute in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind", erläutert Manuel Stock, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Römer.

Auch eine von Beuys handsignierte Wahlkampfzeitung zur Europawahl von 1979 ziert jetzt die Fraktionsräume der GRÜNEN. Der Künstler begründete sein politisches Engagement so: "Ich bin für eine bewusste Beteiligung am politischen Leben, und ich trete für DIE GRÜNEN ein, denn es ist klar geworden, das alles, was wir in unser Leben einbeziehen, sinnlos wird, wenn das Leben selbst bedroht ist." Dazu Wagner: "Vieles hat sich seit 1979 verändert, aber viele Aufgaben auch und gerade im Bereich des Erhalts der natürlichen Lebensgrundlagensind geblieben oder haben wie die Friedenspolitik neue Aktualität erhalten. Angesichts des Klimawandels mit seinen lebensbedrohlichen Folgen gilt heute wie damals ein Satz aus der Wahlkampfzeitung von 1979: ,Wir GRÜNE sind eine internationale Familie. Der Umweltschutz kennt keine Grenzen.'"