Einhausung der A 661: städtebauliche Chancen ergreifen

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 8. Mai 2018

Die GRÜNE-Fraktion wirbt weiter für eine Volleinhausung der Bundesautobahn 661 zwischen Bornheim und Seckbach ohne Schließung des Galleriebauwerks im Süden. "Diese Position haben wir seit Ende 2016 kontinuierlich bekräftigt. Wir freuen uns, dass jetzt auch die SPD-Fraktion diese Position vertritt, damit steigen die Chancen auf eine entsprechende klare Positionierung Frankfurts. Die Einhausung der A 661 ist eine großartige und einmalige städtebauliche Chance für Frankfurt: ein Gewinn an Wohnungen auf bereits versiegelter Fläche wie zum Beispiel dem heutigen Blumengroßmarkt, die Verbindung der von der Autobahn getrennten Stadtteile Bornheim und Seckbach und nicht zuletzt der dringend notwendige Lärmschutz für die Anwohnerinnen und Anwohner. Für uns ist und bleibt die Einhausung eine wesentliche Komponente des Ernst-May-Viertels", erklärt der Fraktionsvorsitzende Manuel Stock.

"Die Einhausung verbessert die Kaltluftzufuhr vom Huthpark zum Günthersburgpark durch die Überbauung des Troges, in dem die Autobahn verläuft. So können eine durchgehende Grünverbindung zwischen Bornheim und Seckbach bis hoch zum Lohrberg wie auch weitere grüne Flächenentstehen, die an anderer Stelle entfallen", so Stock weiter.

"Wir sehen den Bund und das Land noch immer in der Verantwortung, Frankfurt bei diesem wichtigen Projekt finanziell zu unterstützen. Es wäre ein wichtiges Signal einer um Vertrauen bemühten schwarz-roten Bundesregierung, wenn nunmehr Mittel für Wohnungsbau und Verkehrsinfrastruktur auch verstärkt in das Rhein-Main-Gebiet und nicht nur vorrangig nach Bayern gelenkt würden", appelliert Stock. "In Frankfurt müssen wir jetzt die entsprechenden Entscheidungen treffen und dann ist die Stadt gefordert, die Frankfurter Interessen in Berlin und Wiesbaden durch persönliches Engagement von Magistratsmitgliedern zu vertreten. Peter Feldmann hatte den heutigen Bundesfinanzminister Olaf Scholz für die Ansprache zum Neujahrsempfang 2016 nach Frankfurt eingeladen. Diesen Kontakt sollte der Oberbürgermeister jetzt für Frankfurt nutzen."

Das Stadtparlament hatte am 23.02.2017 auf Antrag (NR 235) von CDU, SPD und GRÜNEN beschlossen: "Für die Einhausung der BAB 661 wird bis zur Offenlage des Bebauungsplans geprüft und entschieden welche der Varianten L2-L4 weiter verfolgt werden soll, um so frühzeitig wie möglich den Städtebau darauf abzustimmen. Die Variante L1 wird nicht weiter verfolgt."