Einigung mit Industrie zu Seveso: Stadtentwicklung und Industrieparks unter einen Hut gebracht

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 20. März 2018

Die GRÜNEN im Römer begrüßen die Einigung zwischen Stadt und den Betreibern der drei Industrieparks bezüglich eines Sicherheitsabstands von 500 Metern zwischen neuer Wohnbebauung und sozialer Infrastruktur sowie produzierendem Gewerbe mit Seveso-III-Regelungen. "Die erzielte Einigung gibt neue Möglichkeiten in der Stadtentwicklung, ohne die Industrie in ihrem Bestand und ihren Entwicklungsmöglichkeiten zu gefährden. Der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung hat für uns dabei immer höchste Priorität", erklärt Manuel Stock, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN.

"Wir freuen uns, dass die Entwicklung der wachsenden Stadt und die Zukunft der Industriepark unter einen Hut gebracht werden konnten. Bereits Planungsdezernent Olaf Cunitz hatte die schwierigen Verhandlungen begonnen", erinnert Stock. "Die Einigung bedeutet einen Befreiungsschlag insbesondere für die Planungen von Wohnungsbau im Frankfurter Westen. Einige ältere Bebauungspläne können endlich weiterverfolgt werden."

Die getroffene Vereinbarung gewährleistet Planungssicherheit für Stadt und Industrie. Und sie bietet beiden Seiten damit Entwicklungsmöglichkeiten ohne die Sicherheit der künftigen Bewohnerinnen und Bewohner der nun zu entwickelnden Bereiche zu gefährden. "Wir werden die Erarbeitung der nötigen Evakuierungs- und Alarmierungskonzepte im Blick behalten", so Stock abschließend. Die Seveso-III-Richtlinie, die Grund für die Blockade der städtischen Entwicklung in den nun verhandelten Bereichen war, sieht einen Sicherheitsabstand von schützenswerten Einrichtungen wie Wohnungen, Schulen oder anderen öffentlichen Gebäuden zu Chemieindustriebetrieben, die mit gefährlichen Stoffen arbeiten vor.