GRÜNE informieren sich in Bühnenbau-Ausstellung: Impulse für Entscheidung mit Weitblick

Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer vom 10. Mai 2018

Die GRÜNE-Fraktion hat ihre gestrige Fraktionssitzung im Deutschen Architekturmuseum durchgeführt, um sich zu Beginn von Kuratorin Andrea Jürges und Kurator Yorck Förster durch die Ausstellung "Große Oper - viel Theater" zu Bühnenbauten im europäischen Vergleich führen zu lassen. Auch die Frankfurter Landtagsabgeordnete und kulturpolitische Sprecherin der GRÜNEN-Landtagsfraktion, Martina Feldmayer, hat daran teilgenommen.

"Die bauliche Zukunft der Städtischen Bühnen ist von großer Bedeutung für Frankfurt und die gesamte Region. Wir sind uns sehr bewusst, dass wir eine zentrale kultur- und gesellschaftspolitische Entscheidung für die nächsten Jahrzehnte zu treffen haben. Daher sollte die Entscheidung über Sanierung und/oder Neubau der Städtischen Bühnen mit Weitblick getroffen werden", so der Fraktionsvorsitzende Manuel Stock. "Die Ausstellung gibt einen hervorragenden Überblick über vergleichbare Projekte der letzten Jahre in Europa. Wir konnten wichtige Impulse für unsere Entscheidungen mitnehmen. Bei all den Fragen zu Bau- und Planungsprozessen und Finanzierungsfragen dürfen wir die ästhetischen Fragen nicht aus den Augen verlieren."

"Es ist sehr beeindruckend, wie unterschiedlich die Städte mit der großen Herausforderung einer komplexen Sanierung oder eines Neubaus umgehen", so der kulturpolitische Sprecher Sebastian Popp. Die Ausstellung zeigt Bühnenbauten unter anderem aus Oslo, Köln und Kopenhagen. "Es gibt spannende Lösungen, wie z.B. die Bühnen mit der Öffnung der Häuser auch jenseits abendlicher Vorstellungen umgehen oder wie Theaterbauten die veränderten künstlerischen Bedürfnisse aufnehmen."

"Bei Planungs- und Umsetzungszeiträumen von mindestens einem Jahrzehnt wird deutlich, wie immens wichtig eine gute Vorbereitung und der Aufbau von funktionierenden Arbeitsstrukturen sowie die Einbindung von Expertinnen und Experten ist. Für uns ist dabei zentral, dass die Beeinträchtigungen für Oper und Schauspiel während der Bau- und/oder Sanierungsphase so gering wie möglich ist", so Popp weiter. Die GRÜNEN hoffen, dass mit der Ausstellung und den begleitenden Veranstaltungen mehr Dynamik in die Entscheidung zur baulichen Zukunft der Städtischen Bühnen kommt. "Die Gebäudetechnik der Theaterdoppelanlange ist in einem schlechten Zustand. Daher sollten notwendige Entscheidungen nicht vor sich hergeschoben werden, vielmehr braucht es jetzt gut durchdachte und zukunftsweisende Entscheidungen, um Herr des Verfahrens zu bleiben. Wir haben eine große Verantwortung sowohl gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch dem Publikum", so Stock abschließend.