Schadensreduzierung durch Substanz-Monitoring in Drogenkonsumräumen

Die GRÜNEN im Römer begrüßen ausdrücklich das heute vorgestellte Substanzmonitoring in drei Frankfurter Drogenkonsumräumen. Dabei werden anonym Rückstände aus Drogenverpackungen und Spritzenfiltern u. a. auf Reinheitsgrad, Beimischungen und Streckmittel untersucht. "Einerseits ist wichtig, dass durch die Aushänge in den Konsumräumen die Konsumierenden informiert werden und eine bessere Einschätzung ihres Konsums bekommen, andererseits bekommen wir einen genauen Überblick, was in unserer Stadt konsumiert wird und können darauf reagieren. Dies ist ein guter Baustein im Sinne des Frankfurter Weges zur Schadensreduzierung", erläutert Birgit Ross, gesundheitspolitische Sprecherin der GRÜNEN.

Das Substanzmonitoring hilft, Veränderungen in der Zusammensetzung, neue Trends und neue Stoffe frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren. Die Prävention kann so sehr viel konkreter sein und die direkte Warnung vor bestimmten Stoffen die Drogengebrauchenden vor gesundheitlichen Schäden bewahren.

"Es ist jedoch wichtig, einen weiteren Schritt voranzukommen. Bereits 2014 hat sich das Stadtparlament auf Antrag der damaligen schwarz-grünen Koalition (NR 994/2014) für einen Modellversuch für ein persönliches Drug Checking ausgesprochen. Im aktuellen Koalitionsvertrag ist dieser Modellversuch auf unser Betreiben hin ebenfalls verankert, es fehlen allerdings noch die rechtlichen Voraussetzungen", erklärt Ross weiter. "Damit könnten nicht nur die Nutzer*innen der Konsumräume angesprochen werden, sondern auch Gelegenheitsnutzer*innen wie z. B. die so genannte Partyszene."