Nargess Eskandari-Grünberg ist die richtige Oberbürgermeisterin für Frankfurt

Am Mittwoch, 29. März 2017, haben die Frankfurter GRÜNEN auf einer Mitgliederversammlung Dr. Nargess Eskandari-Grünberg mit 89 % der Stimmen als GRÜNE Kandidatin für die Wahlen zur Oberbürgermeisterin in Frankfurt 2018 nominiert.

Aus diesem Anlass erklären die Frankfurter GRÜNEN:

„Wir freuen uns sehr über die Nominierung von Dr. Nargess Eskandari-Grünberg als GRÜNE Kandidatin für die OB-Wahlen 2018. Nargess ist die vom Vorstand vorgeschlagene Kandidatin. Das grandiose Wahlergebnis zeigt, dass sie die Wunschkandidatin der Frankfurter GRÜNEN ist. Das ist eine großartige Unterstützung für den bevorstehenden Wahlkampf, auf den wir uns freuen.

Dr. Nargess Eskandari-Grünberg ist vor politischer Verfolgung nach Frankfurt geflüchtet, sie hat sich hier eine Existenz aufgebaut und Frankfurt ist ihre Heimat geworden. Sie engagiert sich seit Jahren politisch für Frankfurt. Sie war Stadtverordnete und Integrationsdezernentin. Sie sucht immer den direkten Austausch mit den Frankfurterinnen und Frankfurtern. Sie steht für die Weltoffenheit, den Mut und die Neugierde, die diese Stadt und ihre Menschen ausmachen. Und sie steht für eine GRÜNE Vision der Stadt – solidarisch, nachhaltig, vielfältig und inklusiv. Nargess Eskandari-Grünberg bringt Haltung und Ideen, sie ist eine wunderbare Oberbürgermeisterin für unsere Stadt“, so die Vorstandssprecher der Frankfurter GRÜNEN, Marina Ploghaus und Bastian Bergerhoff.

Nargess Eskandari-Grünberg äußert sich anlässlich der Nominierung wie folgt:

„Wir stehen vor entscheidenden Monaten in Europa: in den Niederlanden hat gerade Jesse Klaver, ein junger Mann mit marokkanisch-indonesischem Migrationshintergrund mit einem mutigen Wahlkampf den größten Stimmenzuwachs aller Parteien bekommen. Das macht Hoffnung. In Frankreich und in Deutschland stehen wir vor Wahlen mit erheblichen Auswirkungen auf Europa und somit auch auf eine Stadt, die im Fokus dieser europäischen Entwicklung steht.

Es ist Zeit für einen Wechsel; es ist Zeit für ein Signal, dass Frankfurt eine wichtige europäische Stadt ist, in der Vielfalt und tolerantes Miteinander die entscheidenden Werte sind, die unser aller Zukunft sicherstellen. Wir brauchen Visionen; wir wollen den Populisten, die – auch in unserer Stadt – Angst und Misstrauen schüren, nicht das Feld überlassen und zulassen, dass sie mutwillig zerstören, was Menschen aufbauen, die ein friedliches Europa in einer freien, demokratischen und gerechter werdenden Welt wünschen, in der die Unantastbarkeit der Würde des Menschen oberstes Gebot ist.

Was Frankfurt stark macht, macht auch Europa stark. Dafür will ich als Oberbürgermeisterin kämpfen: Die positive Entwicklung und Willensbildung stärken, und sich gegen eine Politik stemmen, die auf Mauern, auf Isolation und auf Abgrenzung setzt. Und deshalb erkläre ich heute, dass ich die erste Migrantin sein will, die in dieser Stadt zur Oberbürgermeisterin gewählt wird. Dabei bin ich zuversichtlich: Was Paris (mit Anne Hidalgo) und London (mit Sadiq Khan) können, das schaffen auch wir in Frankfurt.

Frankfurt am Main ist eine Stadt, der es gut geht. Dies gilt allerdings nicht für alle Frankfurterinnen und Frankfurter. Dem kann man, dem muss man gegensteuern. Unsere Stadt hat die Mittel dazu. Ich sehe mich sozialpolitisch eher als Linke, die entschieden für Werte wie Chancengerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe eintritt. Gesellschafts- und kulturpolitisch bin ich im Frankfurter Bürgertum verwurzelt. Auf diese Stärke kann man als Oberbürgermeisterin bauen, wenn man Kultur und Wissenschaft ernst nimmt und pflegt. Frankfurt muss bei allem ein starker Wirtschaftsstandort bleiben. Nur dann haben wir die notwendigen finanziellen Mittel für die anstehenden Aufgaben.

Die Verkehrswende ist nicht nur eine ökologische, sondern auch eine soziale Frage. Mit der Einführung des landesweiten Schülertickets hat Tarek den Weg gewiesen, wie es weitergehen muss. Wir haben diverse Angebote – aber es fehlt ein struktureller Durchbruch. Mein Ziel wäre es, nach Ende der ersten sechs Jahre mit den Partnern im Land, der Region, der Wirtschaft und der Unternehmen so weit zu kommen, dass jeder, der in Frankfurt wohnt oder arbeitet, automatisch ein Jahresticket in der Tasche hat.

Auch Klima- und Lärmschutz sind Teilhabefragen. Sozial benachteiligte Menschen und Geringverdiener leben häufig an viel befahrenen Straßen mit schlechter Luft und viel Lärm. Wir brauchen auch für diese Menschen Lärmschutzkonzepte. Auch sie haben ein Recht auf Nachtruhe. Wir können die großen Klima-, Verkehrs- und Wohnungspolitischen Fragen nur mit der Region erfolgreich lösen. Hier werde ich mich gemeinsam mit den Nachbargemeinden um Lösungen bemühen.

Dass ich mich bei dem großen Thema Ökologie auf die Frankfurter GRÜNEN verlassen kann, weiß ich. Ich werde mich mit den GRÜNEN dafür einsetzen, dass diese Stadt lebenswert bleibt und dass wir ökologisch nachhaltig denken und handeln.

Natürlich ist auch Frankfurt nicht frei von Konflikten. Hier darf sich ein Stadtoberhaupt nicht wegducken. Hier ist Haltung gefragt. Haltung und Diskursfähigkeit sind für mich Selbstverständlichkeiten. Als Oberbürgermeisterin will ich mich für den gesellschaftlichen Diskurs stark machen und der Beliebigkeit ein Ende setzen.“