Zunahme coronabedingter Arbeitslosigkeit und rückläufige Meldungen bei Ausbildungsstellen

Gemeinsame Anfrage der Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNEN vom 22.Okober 2020

Das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur, kurz IWAK, hat mit Stand Ende Juni 2020 eine erste Einschätzung der Auswirkungen der Corona Pandemie auf den regionalen Arbeitsmarkt in Hessen vorgelegt.

Schwerpunkt dieser Ausgabe war das Thema Arbeitslosigkeit. Deutlich wurde hier, dass einzelne Gruppen von Beschäftigten während der Pandemie besonders häufig von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Auffällig sind neben den erwarteten hohen Zahlen der Anträge auf Kurzarbeit, die hohe Zunahme der Arbeitslosen mit akademischem Abschluss (46% mehr als im Vorjahr) und die starke Reduzierung der gemeldeten Ausbildungsstellen um bis zu 27%.

Vor diesem Hintergrund möge der Magistrat folgende Fragen beantworten:

1. Ist im Rahmen des Arbeitsmarktprogrammes im SGB2 eine höhere Förderung von Ausbildungen möglich, um so die Zunahme von Jugendarbeitslosigkeit abzufedern?

2. Ist bei der Zunahme der Arbeitslosen mit akademischem Hintergrund ein Zusammenhang mit der hohen Meldung von Selbständigen bei der Agentur für Arbeit zu sehen; besteht die Möglichkeit Mittel und Unterstützungen beispielsweise über die Wirtschaftsförderung zur Verfügung zu stellen?

3. Gibt es aktuelle arbeitsmarktpolitische Förderungen von Seiten des Landes oder Bundes, die hier unbürokratisch beantragt und umgesetzt werden können?

4. Welche weiteren besonders betroffenen Gruppen in Frankfurt gibt es, die durch die Pandemie besonders betroffen sind und welche Förderungen sind hier vorgesehen?