Stadtentwicklung und bezahlbares Wohnen durch Aufstockung gewerblich genutzter Areale voranbringen

Gemeinsamer Antrag NR 668 der Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNEN

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird beauftragt,

1. Die Möglichkeiten einer intensiveren Nutzung bisher eingeschossig oder zweigeschossig gewerblich genutzter Areale im Hinblick auf mehrgeschossige Aufstockungen bzw. Neubauten zu prüfen. Höhe, Struktur und Umfang haben sich dabei an der Umgebungsbebauung zu orientieren.

2. Bei Neubauten anzustreben, dass Supermärkte, verträgliche Gewerbebetriebe sowie Infrastruktureinrichtungen gemeinsam mit Wohnungen in mehrgeschossigem Gebäudekomplexen errichtet werden.

3. In geeigneten Fällen zu prüfen, ob durch Änderungen der baurechtlichen Voraussetzungen eine bessere Nutzung untergenutzter Flächen erreicht werden kann.

4. In Hinblick auf die Flächeneffizienz und ein umweltverträgliches Wohnen sollen die Stellplätze bei Aufstockungen unterirdisch realisiert werden.

5. 30 % der neu entstehenden Wohnflächen sollen grundsätzlich als geförderter Wohnungsbau entstehen.

6. Bei den Dachkonstruktionen soll darauf hingewirkt werden, Photovoltaikanlagen einzuplanen. Vorhandene Anlagen sollen nach Möglichkeit erhalten werden.

Begründung:
An zahlreichen Orten der Stadt befinden sich oft Supermärkte, Gewerbeunternehmen und Infrastruktureinrichtungen in eingeschossigen Gebäudekomplexen. Im Interesse urbaner Stadtentwicklung und im Hinblick auf eine Nutzung auch für den Wohnungsbau bietet sich eine intensivere Bebauung im Interesse der Stadtentwicklung und der Wohnungsversorgung an.
Angesichts drastisch gestiegener Grundstücks- und Immobilienpreise werden Chancen für den Bau bezahlbarer Wohnungen und die Stadtentwicklung eröffnet.