Den ÖPNV in äußeren Stadtteilen verbessern: On-Demand-Busangebote

NR 1119/20 Gemeinsamer Antrag der Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNEN

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird beauftragt, zu prüfen und zu berichten, ob und wie im Rahmen des vom Bundesverkehrsministerium geförderten RMV-Projekts "On-Demand-Mobilität für die Region FrankfurtRheinMain" On-Demand-Busangebote in den Stadtteilen getestet werden können.

Begründung

In Stadtteilen in Randlage mit geringer Einwohnerzahl und niedrigen Fahrgastzahlen ist die ÖPNV-Verbindung meist ausgedünnter als etwa in der Innenstadt. Dies hat häufig zur Folge, dass Personen in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und notwendige Wege zum Einkaufen oder für Besuche nicht zurücklegen können oder auf das Auto angewiesen sind. Eine Möglichkeit, den ÖPNV in diesen Fällen kostengünstiger, aber dennoch anforderungsgerecht zu organisieren, besteht im Einsatz von On-Demand- oder Bedarfsbussen. Digital gesteuert, fahren diese Busse zur den üblichen Fahrtzeiten nur dann, wenn Fahrgäste einen Fahrtwunsch anmelden, wobei die Fahrtroute auf Basis der aktuellen Nachfrage optimiert wird und Fahrgäste mit ähnlichem Zielpunkt zusammengeführt werden (Ridepooling). Fahrgäste werden damit nicht nur von Haltestelle zu Haltestellen, sondern auch von Tür zu Tür gebracht. Damit könnte, insbesondere auch abends oder nachts, das ÖPNV-Angebot bedeutend verbessert sowie die Fahrgastnachfrage und ÖPNV-Nutzung gesteigert werden. Die Akzeptanz, Praktikabilität und der Aufwand für solche Bedarfsbusse sollten auch in Frankfurt getestet werden, geeignete Stadtteile wären etwa Zeilsheim, Harheim und Nieder-Erlenbach. Das Bundesverkehrsministerium fördert den Einsatz dieser Systeme beim RMV mit sechs Millionen Euro.