Maßnahmen für den Frankfurter Stadtwald

Gemeinsamer Antrag der Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNEN

Der Magistrat möge prüfen und berichten, welche Maßnahmen dazu beitragen können, die Auswirkungen der zwei aufeinander folgenden heißen und trockenen Sommer, die laut des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sich in den kommenden Jahren voraussichtlich wiederholen werden, auf den Frankfurter Stadtwald zu verringern.

  1. Welche wirtschaftlichen Folgen haben die Trockenschäden der letzten zwei Jahre?
  2. Sind im Stadtwald Wiederaufforstungen und Neupflanzungen von Bäumen geplant?
  3. Wenn ja, welche Baumarten werden für Neuanpflanzungen vorgesehen, damit der Wald in Zukunft robuster auf Klimaänderungen reagiert?
  4. Welche Auswirkungen haben die Folgen des Klimawandels auf die zukünftige Bewirtschaftung des Stadtwaldes?
  5. Welche (finanzielle) Unterstützung von der Bundes- oder Landesregierung können in Anspruch genommen werden?
  6. Welche Möglichkeit sieht der Magistrat, in einer städtischen Baumschule heimische oder auch andere Sorten unter den hier gegebenen Umständen selbst anzuzüchten?
  7. "Welche zusätzlichen Arbeiten fallen durch die Trockenschäden im Stadtwald an und wie hat sich die Größe der Waldflächen in Frankfurt seit 2012 verändert?
  8. Wann und wo sind Waldverluste aufgetreten?
  9. Wann und wo sind neue Waldflächen entstanden?
  10. Welche Flächen hält der Magistrat für eine Aufforstung für geeignet?

Begründung

Die Waldschäden heute sind gravierender als in den 1980er Jahren, als uns in Deutschland das Thema "Waldsterben‟ zum ersten Mal beschäftigte. Die Bäume müssen seit 2003 nicht nur mit der langen Trockenheit umgehen; sie waren zusätzlich extremer Hitze über 40 °C ausgesetzt. Insgesamt sind weniger als zehn Prozent des Waldes gesund.

Die Förster*innen sind seit Frühjahr 2019 fast ausschließlich damit beschäftigt, gefährdende abgestorbene Bäume zu fällen. Besonders geschädigt sind auch Buchen und Fichten, also heimische Arten. In manchen Regionen wird langfristig das Konzept verfolgt, Bäume aus südlichen Regionen nachzupflanzen, die mit einem wärmeren und trockeneren Klima besser zurechtkommen.

Es gibt im Frankfurter Stadtwald schon seit neun Jahren eine Versuchsfläche mit mediterranen Eichen, die gemeinsam mit der Uni Frankfurt betrieben wird. Eine ähnliche "Versuchsfläche" mit einheimischen Arten gibt es jedoch nicht.