Wiederaufnahme des Projektes „Girls wanted“

Gemeinsamer Antrag der Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNEN im Römer

Das in Frankfurt und weit darüber hinaus einzigartige Projekt "Girls Wanted", das ab 2006 jedes Jahr etwa 120 Fußballbegeisterte Mädchen erreicht hatte, wurde Ende 2017 aufgrund von fehlendem Sponsoring aufgegeben. Die Commerzbank, Stadtwerke Frankfurt am Main Holding, die VGF, Sportstadt Frankfurt am Main und weitere Partnerinnen und Partner sowie Unterstützerinnen und Unterstützer des Mädchen- und Frauenfußballs hatten das Projekt mehr als zehn Jahre finanziell und organisatorisch unterstützt und zu einem bundesweit anerkannten und einzigartigen Mädchenfußballevent, dem "Girls Wanted Soccer Festival" aufgebaut.

Bei den Girls Wanted-Veranstaltungen standen neben der spielerischen Vermittlung auch Spaß an der Bewegung, am Fußball insgesamt, an der Teambildung und an der Spieltheorie im Vordergrund, und das alles in Kooperation mit bekannten Spielerinnen und Trainerinnen.

Die Gründerin Louise Hansen, selbst ehemalige Profispielerin beim 1. FFC Frankfurt, wollte 2006 ein Fußballangebot nur für Mädchen schaffen, da es neben einer Vielzahl Fußballcamps und Turniere nur für Jungs oder mit einer ganz geringen Mädchenanzahl nichts für fußballbegeisterte Mädchen gab.

Mitmachen konnten Mädchen zwischen acht und sechzehn Jahren. Die Teilnahme an den Veranstaltungen war für die Teilnehmerinnen kostenlos oder vergünstigt, da neben dem Hauptsponsor Commerzbank viele Frankfurter Unternehmen das Projekt unterstützen haben.

Topstars aus der Frauenfußball-Bundesliga trainierten und motivierten die Mädchen und standen für Fragen und auch Autogramme zur Verfügung.

Frankfurt am Main, als Sportstadt, als ehemalige und sicher zukünftig wieder Frauenfußball Hochburg war und ist der ideale Veranstaltungsort für das Soccer Festival.

Neben Silvia Neid, ehemalige Bundestrainerin der Fußball-Nationalmannschaft der Frauen, die sich immer für die Nachwuchsförderung im Frauenfußball eingesetzt hat, hatte die damalige Oberbürgermeisterin Petra Roth, eine große Unterstützerin des Frauenfußballs, die Schirmherrschaft. Nach mehr als zehn Jahren - seit 2006 - mit über 120 Veranstaltungen und rund 20.000 Teilnehmerinnen wurde das große Event für den Mädchenfußball eingestellt.

Nach der Fusion des FFC und der Eintracht Frankfurt und dem großen Ziel in der Frauenbundesliga, wäre eine Wiederaufnahme des Girls Wanted Konzept ein starkes Zeichen für die fußballbegeisterten Mädchen. Dem Mädchenfußball könnte hiermit wieder mehr Aufmerksamkeit zukommen und junge Talente erhielten eine frühzeitige Chance, mit der Eintracht und deren Spielerinnen in Kontakt zu kommen.

Die Stadtverordnetenversammlung möge daher beschließen:

Der Magistrat nimmt das Projekt "Girls Wanted" mit neuen Sponsorinnen und Sponsoren und neuen Kooperationen wie dem DFB und dem Hessischen Fußballverband wieder neu auf. Dabei sollen auch Vereine mit bereits bestehenden Mädchenmannschaften berücksichtigt werden.