Klimateilkonzept Nachhaltiges Gewerbegebiet Seckbach/Fechenheim Begrünungsmaßnahmen im Umfeld der Rechenzentren vorziehen

Gemeinsamer Antrag NR1389 der Fraktionen von CDU, SPD und Die GRÜNEN im Römer zu M 22/21

 

Die Stadtverordnetenversammlung begrüßt ausdrücklich das systematische und langfristig angelegte Klimaschutzteilkonzept für das Nachhaltige Gewerbegebiet Seckbach/Fechenheim mit einer Schwerpunktsetzung bei der Klimawirkung der Rechenzentren.

Die Stadtverordnetenversammlung stimmt dem Magistratsvortrag M 22/21 mit der Maßgabe zu

zu prüfen und zu berichten, ob und wie zusätzlich zeitnah Begrünungs- und Entsiegelungsmaßnahmen von Flächen am und im Umfeld der Rechenzentren vorgenommen werden können. Die Flächen der Rechenzentrumsbetreiber, die an öffentlichen Raum anschließen, sind dabei nach Möglichkeit mit einzubeziehen.

Begründung:

Einige Rechenzentren haben sich in dem Teil des Gewerbegebietes Seckbach/ Fechenheim angesiedelt, der einerseits unmittelbar am FFH- und Naturschutzgebiet "Seckbacher Ried" liegt, andererseits unmittelbar an ein Wohngebiet grenzt und dazu teilweise sehr hohe Bauten mit glatten geschlossenen Fassaden bis fast zur Grundstücksgrenze errichtet.

Die Menschen im Wohngebiet sind dadurch nicht nur von der warmen Abluft, der Beleuchtung und den Geräuschen der Klimaanlagen beeinträchtigt, sondern auch durch eine glatte hohe Mauer, die ebenfalls Wärme abstrahlt. Mit Begrünungsmaßnahmen im Öffentlichen Raum und nach Möglichkeit auch auf dem Gelände und/oder am Gebäude des Rechenzentrumsbetreibers könnte das globale, aber auch das Mikroklima im Wohnumfeld deutlich verbessert werden.

Durch Entsiegelung und Begrünung von Flächen (z.B. mit Bäumen) zwischen den Rechenzentren und dem Wohngebiet bzw. dem FFH -Schutzgebiet kann die thermische Belastung der Menschen und der Natur im geschützten Feuchtgebiet deutlich gemindert werden.