Masterplan Industrie umsetzen, hier: Kommunikationskonzept für Industrieparks erweitern

E 59/18 Gemeinsamer Etatantrag der Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNE zum Produkthaushalt 2018

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Für ein Kommunikationskonzept zur Umsetzung des Masterplans Industrie, das besonders auch die vorhandenen Gewerbeflächenpotenziale vermarktet, werden zweckbestimmt aus vorhandenen Mitteln 75.000 EURO bereitgestellt. Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig im laufenden Haushaltsjahr erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.

Begründung:

Der Masterplan Industrie bildet den Rahmen für einen langfristigen Strategieprozess zur Weiterentwicklung der Industrie in Frankfurt am Main. Ziel ist es, die notwendigen Anforderungen der Industrie an veränderte Rahmenbedingungen bestmöglich zu unterstützen und mit entsprechenden Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes zu begleiten.
Durch die komplexen Standortanforderungen von Unternehmen und aufgrund des Wettbewerbs der Wirtschaftsstandorte untereinander sowie infolge des Wachstums der Stadt mit konkurrierenden Flächenanforderungen für Wohnen und Infrastruktur wird es immer wichtiger, Standorte so zu qualifizieren und herauszuheben, dass ihre spezifischen Qualitäten zur Geltung kommen. Für Gebiete, die sich für eine solche Profilierung eignen, sollten deshalb die Standortqualitäten herausgearbeitet und zu kommunizierbaren Gewerbegebietsprofilen verdichtet werden. Gewerbeflächen, die sich für die Ansiedlung oder Erweiterung von Störfallbetrieben eignen, stellen gerade in Frankfurt am Main mit seiner besonderen Chemieindustrie eine unersetzliche Ressource dar, die es zu bewahren und nutzen gilt. Die Industrieparks wie Höchst, Griesheim und Fechenheim können durch ein abgestimmtes Kommunikationskonzept unter Regie der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH in ihrer Attraktivität gesteigert und dadurch langfristig gesichert werden.