Neue Perspektiven für Beschäftigte der Stadt Frankfurt

E 48/18 Gemeinsamer Etatantrag der Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNE zum Produkthaushalt 2018

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird aufgefordert, zu prüfen, wie die Stadt Frankfurt am Main für ihre Beschäftigten in diesem Sinne mehr Durchlässigkeit innerhalb des "Konzerns" Stadt ermöglichen und neue Aufgaben und Erfahrungen aktiv und unter ihrem Dach anbieten kann. Ein erster Bericht über entsprechende Möglichkeiten und Vorschläge wird 6 Monate nach Beschluss des Antrags vorgelegt.

Begründung:

In einer sich immer schneller wandelnden Arbeitswelt, in der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zunehmend mobiler werden und die Bindung an eine Arbeitsstelle oder einen Betrieb nicht mehr so dauerhaft ist wie früher, wird es immer schwieriger, qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu behalten. Neben Vergütung und Vergünstigungen werden auch andere Faktoren zunehmend wichtig, so z.B. Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz, Abwechslung im Arbeitsalltag, sich selbst mit neuen Aufgaben und Erfahrungen herauszufordern sowie die Möglichkeit, sich neu zu orientieren und dazuzulernen.

Auf diesem Gebiet kann die Stadt Frankfurt aufgrund der Vielfältigkeit ihrer Arbeitsbereiche und der Möglichkeit zur Spezialisierung ebenso wie zur Generalisierung einen Wettbewerbsvorteil erzielen. Mit größerer Durchlässigkeit zwischen verschiedenen Abteilungen, zusätzlichen Lern- und Praxis-Möglichkeiten und Einblicken in andere Arbeitsbereiche kann sie dem Bedürfnis vieler Ar-beitnehmer und Arbeitnehmerinnen nach Abwechslung und Umorientierung gerecht werden, ohne qualifizierte Kräfte an andere Betriebe bzw. Arbeitgebende zu verlieren. Denkbar wären z.B. Schnupperpraktika in anderen Abteilungen oder ein Personalpool von "Springern", die bewusst nicht immer am gleichen Ort bzw. mit den gleichen Kolleginnen und Kollegen arbeiten wollen.