Erweiterung des Förderprogramms Jugendhilfe in der Schule auch für die Gymnasien

E 33/18 Gemeinsamer Etat - Antrag der Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNEN zum Produkthaushalt 2018

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird beauftragt, ein Konzept für die sukzessive Aufnahme der Gymnasien in das Programm "Jugendhilfeangebote an weiterführenden Schulen" zu erarbeiten.

Begründung:

Jugendhilfe ist ein wichtiger Baustein für die Gewährleistung der Bildungspartizipation benachteiligter Schülerinnen und Schüler. In einer Expertise "Stärkung der Haltekraft von Schulen und Förderung der Aufstiege" aus dem Jahr 2017 wird sehr kritisch angemerkt, dass es bisher keine Jugendhilfe an Frankfurter Gymnasien gibt.

Die Jugendhilfe fördert junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, ihrer schulischen Ausbildung und ihrer sozialen Integration. So können sie sich zu gemeinschaftsfähigen und eigenverantwortlichen Persönlichkeiten entwickeln.

Im Umsetzungsbaustein Soziales Lernen finden u.a. Angebote zur Suchtprävention statt. Im Rahmen des Umsetzungsbausteins Professionelle Ansprechpartner finden die Schülerinnen und Schüler sowie im Einzelfall auch Eltern in Fragen der Suchtberatung individuelle Unterstützung und Vermittlung zu externen Hilfssystemen.

Für eine erfolgreiche Förderung der Schülerinnen und Schüler ist das Zusammenspiel der schulischen Akteure wesentlich. Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarfen brauchen einen schulischen Ansprechpartner, der sie kontinuierlich und verbindlich begleitet. Dies gilt für alle Schulformen. Die Jugendhilfe ist ein wichtiger Pfeiler im komplexen Lern- und Sozialraum Schule.