Suchtpräventive Maßnahmen für Geflüchtete

E 28/18 Gemeinsamer Etat - Antrag der Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNEN zum Produkthaushalt 2018

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Im Haushalt 2018 werden 35.000 € für suchtpräventive Maßnahmen für Geflüchtete zweckbestimmt aus vorhandenen Mitteln ("Sonstige Maßnahmen der Produktgruppe 19.05) bereitgestellt. Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig im laufenden Haushaltsjahr erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.

Begründung:

Sowohl für Erwachsene wie auch für "unbegleitete minderjährige Ausländer" gibt es einen Bedarf an suchtpräventiven Maßnahmen:

  1. Angebote für "unbegleitete minderjährige Ausländer":

Es gibt einen Bedarf an Informationen und Unterstützung in den Einrichtungen, mit der besonderen Herausforderung, Zugänge zu den Jugendlichen sowie zu den Einrichtungen zu bekommen. Sinnvoll sind präventive Workshops für Jugendliche, Fortbildung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Beratung zu Frühintervention bei drogenkonsumierenden Bewohnerinnen und Bewohnern, aber auch einzelfallbezogene Fachberatung für die Mitarbeitenden bei einem Verdacht oder zum Umgang mit einem Drogenkonsumierenden.

  1. Angebote für Gemeinschaftsunterkünfte für erwachsene Geflüchtete:

Es wurde bereits ein erstes Angebot konzipiert, das Informationsveranstaltungen für die Bewohnerinnen und Bewohner und eine Fachberatung für die Mitarbeitenden vorsieht. Dieses soll auf alle Unterkünfte ausgeweitet werden; perspektivisch besteht hier Bedarf für eine aufsuchende Drogenberatung in Farsi und Arabisch. Zudem sollen auch die unter 1. genannten Maßnahmen in den Gemeinschaftsunterkünften umgesetzt werden.