Mehr studentisches Wohnen zu bezahlbaren Preisen ermöglichen

E 20/19 Gemeinsamer Etatantrag der Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNEN zum Produkthaushalt 2019

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird gebeten, bis zu den Beratungen zum Doppelhaushalt 2020/2021 ein Konzept für die Schaffung zusätzlichen Wohnraums für Studierende zu erstellen, den nötigen Finanzbedarf für die Umsetzung des Konzepts zu ermitteln und im Doppelhaushalt 2020/2021 angemessen zu berücksichtigen.

Ziel soll es sein, in Kooperation mit dem Land Hessen, baldmöglichst den durchschnittlichen Versorgungsgrad in Deutschland für studentische Wohnheimplätze zu erreichen. Derzeit stehen in Deutschland durchschnittlich für 10 % der Studierenden Wohnheimplätze zur Verfügung. In Frankfurt liegt diese Quote bei 7 %.

Begründung:

Die Zahl der an hessischen Hochschulen eingeschriebenen Studierenden hat zum Beginn des Wintersemesters 2018 einen neuen Höchststand erreicht. Über 260.000 junge Menschen studieren in Hessen, davon allein über 46.000 an der Frankfurter Goethe-Universität. Insgesamt ist die Zahl der Studierenden in Frankfurt auf deutlich über 70.000 gestiegen. Die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum ist ein Problem für viele Studierende. Wenngleich das Studentenwerk in den kommenden fünf Jahren über 50 Millionen € investieren will um 700 neue Apartments zu schaffen, braucht es weiterreichende Anstrengungen. Auch das Land Hessen hat es zu seiner Leitlinie erklärt, für 10 % der Studierenden geförderte Wohnplätze der Studentenwerke vorzuhalten.

Diese studentischen Wohnungen können sowohl in klassischen Wohnheimen als auch in gemischten und klassischen Wohnformen in normalen Wohngebieten entstehen. Eine Kooperation zwischen Studentenwerk und ABG hat hier erste Erfolge erbracht.