E 28/19 Gemeinsamer Etatantrag der Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNEN zum Produkthaushalt 2019

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Die Stadt Frankfurt am Main schließt sich der globalen Initiative "Fast Track Cities to End AIDS" an und entwickelt in diesem Zusammenhang ein Rahmen- und Entwicklungskonzept zur Prävention von HIV/AIDS und zur Versorgung betroffener Menschen, das darüber hinaus auch weitere sexuell übertragbare Infektionen und Hepatitiden berücksichtigen soll. Im Rahmen der Konzepterstellung sollen die Kosten der Maßnahmen ermittelt und berichtet werden.

Begründung:

Die "Fast-Track Cities Initiative to End Aids" wurde 2014 in Paris gegründet. Die tragenden Partner UNAIDS (Gemeinsames Programm der Vereinten Nationen für HIV/AIDS), UN-HABITAT (Zentrum der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen), IAPAC (Internationale Vereinigung der Anbieter und Versorger von AIDS Therapien) sowie die Stadt Paris haben als Ziel des Netzwerks formuliert, die AIDS-Epidemie weltweit bis 2030 zu beenden. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen

den 90-90-90 Zielen der Organisation UNAIDS folgend, bis zum Jahr 2020 weltweit

• 90 Prozent der HIV-Infizierten von Ihrer Infektion wissen

• 90 Prozent davon Zugang zur Behandlung haben

• 90 Prozent der Behandelten unter der Nachweisgrenze sein.

Ein weiteres Ziel der Initiative ist der konsequente Abbau von Diskriminierung und Stigmatisierung von Menschen mit HIV und AIDS.

Die AIDS-Prävention ist seit 1985 ein Schwerpunkt der Infektionsprävention im Gesundheitsamt Frankfurt am Main. Mit dem Beitritt zum Fast-Track City Netzwerk bekräftigt Frankfurt am Main seine Entschlossenheit im Kampf gegen HIV und AIDS und verstärkt seine Präventionsmaßnahmen.

Derzeit sind im Netzwerk Fast-Track Cities mehr als 100 Städte weltweit vereint im Kampf gegen AIDS aktiv. Dazu gehören z.B. Paris, Berlin, Amsterdam, San Francisco, Lagos und Rio de Janeiro.