Gesellschaftliches Ansehen von Alleinerziehenden stärken

E 4/19 Gemeinsamer Etatantrag der Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNEN zum Produkthaushalt 2019

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Im Frauenreferat wird aus vorhandenen Mitteln für das Jahr 2019 ein Betrag in Höhe von 20.000 Euro für die Entwicklung und den Start einer Imagekampagne zur Verbesserung der gesellschaftlichen Reputation von Alleinerziehenden bereitgestellt. Der Betrag soll aus vorhandenen Mitteln zweckbestimmt eingesetzt werden. Die Kampagne soll sich im Sinne eines Empowerments an die Alleinerziehenden, aber auch an Schulen und Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber richten.

Begründung:

Im Alltag erfahren Alleinerziehende trotz ihres in der großen Mehrheit überdurchschnittlich hohen gesellschaftlichen Beitrags zur Kinderbetreuung und Bildung häufig geringe Wertschätzung. Insbesondere im Arbeitsalltag und beim Lehrpersonal in der Schule machen sie die Erfahrung geringen sozialen Ansehens und der dauernden Rechtfertigung. Der Mangel an Reputation wird als zusätzliche Belastung wahrgenommen und es besteht der Wunsch nach mehr Sensibilität und Respekt gerade im schulischen Bereich (A. Lenze/A. Funcke, Bertelsmann Stiftung 2016).