Klimaanpassung: Trinkwasserbrunnen in Grünanlagen und Parks

E 60/19 Gemeinsamer Etatantrag der Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNEN zum Produkthaushalt 2019

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird gebeten, für Unterhaltung und Pflege von fünf Trinkwasserbrunnen in Parks und Grünanlagen 15.000 Euro aus der Produktgruppe 22.09 aus vorhandenen Mitteln zu verwenden. Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig im laufenden Haushaltsjahr erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.

Die Anschaffung und das Installieren der fünf Trinkbrunnen wird in Kooperation mit der Mainova, Hessenwasser oder einem anderen Dritten erfolgen.

Die Priorisierung der in Absprache mit dem Umweltamt umzusetzenden Standorte, wie z. B. Hafenpark, Günthersburgpark, Grüneburgpark, Höchster Stadtpark, Volkspark Niddatal und anderen Standorten folgt den Ergebnissen des Klimaplanatlas und berücksichtigt zudem Faktoren wie beispielsweise den Grad der Nutzung des Parks / der Grünfläche durch die Bevölkerung. Es ist außerdem zu prüfen, ob hierfür Fördermittel aus dem "Integrierten Klimaschutzplan Hessen 2025" generiert werden können.

Begründung:

Die vergangene Hitze- und Trockenheitsperiode hat die hitzebelastenden Auswirkungen des Klimawandels besonders deutlich gemacht. Klimaanpassungsmaßnahmen für ein erträgliches Stadtklima, aber auch den Gesundheitsschutz der Bevölkerung sind überfällig.

Erwachsene Menschen sollen täglich möglichst 1 ½ Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, an heißen Sonnentagen oder bei sportlichen Aktivitäten können es auch 2 oder gar 3 Liter sein. Da sind öffentliche Trinkbrunnen, wie sie in südlichen Ländern überall vorkommen, ein wirksames Angebot. Jede und jeder kann den Durst sofort stillen, Plastikflaschen müssen nicht mitgenommen und wieder weggeworfen werden, was wiederum das Müllaufkommen in Parks und Grünanlagen reduzieren kann.

Es ist zu prüfen, ob hierfür Fördermittel aus dem "Integrierten Klimaschutzplan Hessen 2025" generiert werden können. Als Klima-Kommune Frankfurt könnten bis zu 70 Prozent Förderung möglich werden.

Um die Unterhaltungskosten der Brunnen, die sich pro Brunnen auf ca. 3000 Euro belaufen, zu reduzieren, sollte überprüft werden, inwieweit die wasserhygienischen Kontrollen ohne Risiko und Qualitätseinbußen auf ein Mindestmaß reduziert werden können. Frankfurts Trinkwasser ist von bester Qualität. Gegen Stagnationswasser in der Leitung helfen z.B. automatische Spülgänge oder Laufbrunnen mit kleinem Rinnsal.