Museumslandschaft Frankfurt stärken – Ankaufsetat ermöglichen

E 45/19 Gemeinsamer Etatantrag der Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNEN zum Produkthaushalt 2019

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Für das Haushaltsjahr 2020 ist ein Ankaufsetat für alle städtischen Museen in den Haushalt einzustellen und ein Konzept für die Vergabe der bereitgestellten Mittel zu erarbeiten. Dabei ist sicherzustellen, dass in 2020 und den Folgejahren alle städtischen Museen Neuerwerbungen für die Erweiterung des Sammlungsbestandes tätigen können.

Die Höhe des jährlichen Ankaufsetats sollte mindestens 525 Tsd. € betragen und sich damit an der Summe der bereits im Haushalt 2019 verankerten Haushaltsposition "Maßnahme Nr. 5.002272" (525 Tsd. €) orientieren.

Zudem wird der Magistrat gebeten zu ermitteln, welche finanziellen Mittel für eine nachhaltige Stärkung der Museumslandschaft Frankfurt in den nächsten 10 Jahren aufgewendet werden müssen und wie eine nachhaltige Unterstützung des Landes Hessen sichergestellt werden kann. Neben der Wiedereinführung eines Ankaufsetats gilt dies insbesondere für die Stärkung der Museumspädagogik und den Ausbau der Digitalisierung.

Begründung:

Frankfurt verfügt über eine weltweit anerkannte vielfältige Museumslandschaft in städtischer Trägerschaft. Die finanziellen Zwänge der Stadt haben in den vergangenen Jahren aber zu einer eingeschränkten finanziellen Ausstattung der Museen geführt. Ziel muss eine nachhaltige Verbesserung der finanziellen Situation in den Museen sein.

So verfügen die Frankfurter Museen praktisch über keinen Ankaufsetat. Neben dem Präsentieren und Vermitteln gehört jedoch auch das Sammeln und Dokumentieren zu den originären Aufgaben eines Museums. Um dem gerecht zu werden, sind Neuerwerbungen zur Erweiterung des Sammlungsbestandes notwendig.

Diese Situation ist besonders schmerzlich für das Museum für Moderne Kunst. Aber auch andere städtische Museen sind bei Erwerbsgeschäften zur Erweiterung ihrer wichtigen Sammlungen auf bürgerschaftliches Engagement angewiesen. Die Festsetzung eines Ankaufsetats ist sinnvoll, damit die städtischen Museen flexibel auf günstige Marktsituationen reagieren, aber gleichzeitig auch zuverlässig planen können.

Zudem gilt es für die Museen, Defizite im Bereich der Museumspädagogik und der Digitalisierung aufzuarbeiten.