Dolmetscherinnen für Beratungsstellen und Frauenhäuser

E 28/20 Gemeinsamer Etat-Antrag der Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNEN zum Produkthaushalt 2020/2021

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Zukünftig stehen Sozialeinrichtungen, wie Beratungsstellen, Frauenhäuser etc. professionelle Dolmetscherinnen aus dem ehrenamtlichen Dolmetscherinnen- und Dolmetscherpool des Amts für multikulturelle Angelegen für einzelne Aufträge zur Verfügung.

Es werden Mittel bereitgestellt für Einsätze bei Beratungsgesprächen für von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen. Hierfür werden im Haushalt 2020/2021 jährlich 10.000 € eingestellt. Zuverlässigkeitsprüfungen stellen die Professionalität und Qualität der Dolmetscherinnen sicher. Die Dolmetscherinnen werden nicht für juristische Belange eingesetzt.

Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig im laufenden Haushaltsjahr erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.
Über die Ausführung dieses Beschlusses ist der Stadtverordnetenversammlung binnen sechs Monaten zu berichten.

Begründung:

Ein niedrigschwelliger Zugang und die interkulturelle Öffnung von Beratungsstellen sind für von Gewalt betroffene Mädchen und Frauen unabdingbar. Allerdings erschweren sprachliche Schranken die Beratungen von Frauen und Mädchen, die der deutschen Sprache nicht oder nur eingeschränkt mächtig sind, erheblich. Um eine reibungslose Kommunikation zu gewährleisten, ist es wichtig, professionelle und zuverlässige Dolmetscherinnen kostenlos für die Betroffenen zur Verfügung zu stellen.