Aufsuchende psychosoziale Versorgung innerhalb der „Frühen Hilfen“ von Kindern zwischen 0-3 Jahren von psychisch- oder abhängigkeitserkrankten Eltern ausweiten

E 37/20 Gemeinsamer Etat-Antrag der Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNEN zum Produkthaushalt 2020/2021

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Zur Unterstützung eines gesunden Aufwachsens und Lebens von Kindern zwischen 0-3 Jahren in Familien, in denen ein Elternteil psychisch oder abhängigkeitserkrankt ist, wird die aufsuchende psychosoziale Betreuung der "Frühen Hilfen" verstärkt. Hierfür werden jährlich 50.000,- Euro für die Haushaltsjahre 2020/2021 bereitgestellt. Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig in den beiden Haushaltsjahren erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.

Über die Ausführung dieses Beschlusses ist der Stadtverordnetenversammlung binnen sechs Monaten zu berichten.

Begründung:

Im Bericht des Magistrats B 208/19 wird von einem großen Bedarf an aufsuchender therapeutischer Unterstützung ohne einschränkende Vorgaben gesprochen.

Aufsuchende Angebote seien nötig, da psychisch erkrankte Eltern oft nicht in der Lage seien, sich selbstständig Hilfe zu suchen. Sie benötigen Brückenangebote, bis die Belastungssituation in der Familie sich reduziert hat und sie reguläre therapeutische Angebote wahrnehmen können. Die Erfahrungen in der aufsuchenden häuslichen Begleitung und Therapie sind durchweg positiv zu bewerten. Bei Familien mit hohem Unterstützungsbedarf reichen die bestehenden Hilfs- und Unterstützungsangebote jedoch noch immer nicht aus. Eine Ausweitung dieser Angebote durch erfahrenes und spezialisiertes Personal ist daher erforderlich.