Empowerment-Selbstverteidigungsprogramme als Gewaltschutz

E 15/20 Gemeinsamer Etat-Antrag der Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNEN zum Produkthaushalt 2020/2021

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Verein "Frauen in Bewegung e. V." erhält im Haushalt 2020/21 eine Förderung in Höhe von jährlich 45.000 €, und zwar je zur Hälfte aus den Produktgruppen 10 und 11, um projektgebunden die Arbeit im Bereich Empowerment-, Selbstverteidigungs- und Kampfkunsttraining für alle Frauen und Mädchen voranzubringen.

Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig im laufenden Haushaltsjahr erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig. Über die Ausführung dieses Beschlusses ist der Stadtverordnetenversammlung binnen sechs Monaten zu berichten.

Begründung:

Die Istanbul Konvention stellt die Bedeutung von Prävention zur Verhinderung von Gewalt gegen Mädchen und Frauen besonders heraus. Die Verhinderung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen, gegen Übergriffe und Belästigung jeder Art ist auch das erklärte Ziel des Vereins "Frauen in Bewegung e.V." und seiner Gründerin Sunny Graff, die 2019 u.a. dafür mit dem Tony Sender Preis ausgezeichnet wurde.

Seit 35 Jahren macht der Verein "Frauen in Bewegung e.V." Gewaltprävention und Empowerment für Frauen, Mädchen und Kinder. Unabhängig von Hautfarbe, Nationalitäten, Religion, sexueller Orientierung und körperlicher und geistiger Fähigkeit, können Frauen und Mädchen gemeinsam ihre Stärken entdecken und ihr Selbstbewusstsein stärken. Hierfür bietet der Verein niedrigschwellige Kurse und einen geschützten Raum für alle Teilnehmenden an.

Das Konzept der Selbstverteidigung bietet Frauen und Mädchen die Möglichkeit, entwürdigende und bedrohliche Situationen ernst zu nehmen, öffentlich zu machen und auf Belästigung und Bedrohung sofort und wirksam zu reagieren.

Um die Arbeit des Vereins in der Nachfolge der Gründerin fortzuführen sind Projektmittel erforderlich.