Sucht im Alter

E 39/20 Gemeinsamer Etat-Antrag der Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNEN zum Produkthaushalt 2020/2021 

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Im Produktbereich Gesundheit werden die in der Produktgruppe 19.05 für das Projekt "Sucht im Alter" jährlich zur Verfügung stehenden 35.000 Euro ab dem Doppelhaushalt 2020/2021 separat ausgewiesen.

Begründung:

Die Zahl älterer Menschen in Deutschland, die Alkohol, Medikamente oder illegale Substanzen missbräuchlich oder abhängig konsumieren, geht in die Millionen. Der Unterstützungsbedarf ist hoch, die älteren Menschen lassen sich jedoch mit den bestehenden Hilfeangeboten kaum erreichen.

Das Drogenreferat führt gemeinsam mit dem Jugend- und Sozialamt das Projekt "Sucht im Alter" durch, um ältere Menschen für einen achtsamen Umgang mit Alkohol, Medikamenten und Tabak zu sensibilisieren, zu einer besseren Vernetzung der Alten- und Drogenhilfe beizutragen und die Öffentlichkeit über das Thema zu informieren.

Im Mai 2017 hat das Drogenreferat gemeinsam mit dem Jugend- und Sozialamt den ersten Frankfurter Wegweiser zu Beratungs- und Hilfeangeboten für Seniorinnen und Senioren herausgeben. Die Broschüre ermöglicht älteren Menschen sowie deren Angehörige einen Überblick, wo sie kompetent, kostenlos und vertraulich Informationen, Rat und Unterstützung finden.

Mittlerweile werden in Zusammenarbeit mit der Stiftung Waldmühle/innere Mission Schulungen von ambulanten und stationären Pflegekräften zur Früherkennung und Frühintervention bei riskantem Konsumverhalten von Seniorinnen und Senioren durchgeführt, um es älteren Menschen möglichst lange zu ermöglichen, selbständig und gesund zu bleiben.

Um das Projekt dauerhaft fortführen zu können, sollen die Mittel verstetigt und separat ausgewiesen werden.