Engagement der Messe Frankfurt in Saudi-Arabien

Stadtverordneter Uwe Paulsen, GRÜNE:

Einem Pressebericht in der FAZ vom 24.10.2018 zufolge hält die Geschäftsführung der Messe Frankfurt auch nach dem Mord an dem regimekritischen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi an ihrem geschäftlichen Engagement in Saudi-Arabien fest. Laut Berichterstattung heißt es in einer Pressemitteilung der Messe: "Gerade in Zeiten des schnellen Wandels und der Unsicherheit sind unsere Leitmessen neutrale Kommunikations- und Handelsplattformen für mehr Verständigung und für die Überwindung von Grenzen." Und weiter: "Dem Konzern sei bewusst, dass sich die Gesetzeslage in Saudi-Arabien von demokratischen Rechtssystemen unterscheide."

Ich frage den Magistrat: Wie beurteilt der Magistrat diese Position der Messe Frankfurt?

Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler:

Es antwortet Herr Oberbürgermeister Feldmann. Bitte!

Oberbürgermeister Peter Feldmann:

Der Magistrat der Stadt Frankfurt begrüßt grundsätzlich das weltweite Engagement der Messe Frankfurt. Als Botschafter einer offenen und toleranten Stadtgesellschaft sind die Messen im Ausland gleichfalls Brückenbauer zwischen den Kulturen und ein wichtiger Kommunikator. Gleichwohl halte ich die Wortwahl in der genannten Pressemitteilung für diskussionswürdig. Die Stadt Frankfurt steht für Demokratie und für Menschenrechte und wirbt auch in aller Welt für deren Einhaltung. Ich werde in dieser Angelegenheit deswegen das Gespräch mit der Geschäftsführung der Messe Frankfurt suchen.