Aktuelle Stunde: Rekonstruktionen auf dem Altstadt-Areal

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher, sehr geehrte Damen und Herren!

Herr Hübner hat gerade gefragt, ob man sich Sorgen machen müsste. Nein, man muss sich keine Sorgen machen. Sie haben eine Einigkeit zwischen uns beiden in den Raum gestellt, die ich weit von mir weisen möchte.
                              (Beifall)
In der Tat ist es so, dass ich durch die Presseberichterstattung geahnt habe, was Sie hier wieder für ein Brimborium aufziehen werden und genau deswegen die Frage gestellt habe, aber sicher nicht, um mit Ihnen einig zu sein, Herr Hübner.

Die Stadtverordnetenversammlung hat schon über den Magistratsvortrag M 112 im Jahre 2007, § 2441, beschlossen, ich zitiere: .. die ehemaligen Altstadthäuser .Goldene Waage. und .Rotes Haus. sowie die komplette Straßenzeile mit den Häusern .Junger Esslinger., .Alter Esslinger., .Goldenes Lämmchen. und .Klein Nürnberg. möglichst originalgetreu rekonstruiert werden.. An dieser Beschlusslage hat sich nichts geändert, da sind lediglich ein paar Häuser hinzugekommen. Dies ist auch durch die Worte von Herrn Bürgermeister Cunitz und auch durch die gestrige Pressemitteilung der Dom-Römer GmbH - ich halte Sie einmal hoch, falls Sie sie noch nicht gelesen haben, Sie lesen scheinbar nur Zeitung - klargestellt worden. Ich zitiere: .Die Qualität steht nicht zur Diskussion, es wird keine Qualitätsverluste geben, so Guntersdorf., und weiter .insbesondere die zu rekonstruierenden Gebäude werden möglichst originalgetreu erstellt..

Das bedeutet, die Verwendung von historisch korrekten Handwerkstechniken mit historisch passendem Vollholz und Naturstein. Denn wenn man sich entscheidet, eine Rekonstruktion zu erstellen, macht etwas anderes auch gar keinen Sinn.
                              (Beifall)
Natürlich müssen hierbei der notwendige Brandschutz gewährleistet und die aktuellen Richtlinien zum Energiesparen soweit möglich und nötig auch eingehalten werden. Passivhausstandard wird bei den Rekonstruktionen, und ich spreche jetzt nur von der Rekonstruktion, sicherlich nicht zu erreichen sein. Bei der Umsetzung der gesetzlichen Erfordernisse im Einklang mit den alten Handwerkstechniken kann man sicherlich auch auf Erfahrungen mit anderer Städte zurückgreifen, um eine vernünftige Lösung zu finden, wenn Probleme auftauchen, und die werden sicherlich an einigen Stellen kommen.

Noch ein Wort zu den Nebenkosten, bevor meine Zeit um ist. Dass die Nebenkosten etwas höher sind als bei anderen gewöhnlichen Bauprojekten, ist sicherlich schon anhand der vielen Gutachten und der speziellen Anforderungen leicht nachvollziehbar. Die Stadt wird dadurch aber nicht Wohnungen unter Kosten abgeben müssen. Die hohe Anzahl an Interessenten wird gute Marktpreise möglich machen, und dass eine Rekonstruktion zumindest etwas teurer wird als ein normaler Neubau, war allen Beteiligten schon lange bekannt.

Vielen Dank!
                              (Beifall)