Stadtverordnete Natascha Kauder, GRÜNE:
Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher, sehr geehrte Frau Professor Birkenfeld, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!

Wir haben die positive Antwort der Dezernentin gehört. Es wurden seit Projektbeginn mehr als 4.000 Haushalte durch den Frankfurter Energiesparservice erreicht, alleine 821 im Jahr 2014. Die Ziele des Projektes sind die kostenlose Energieberatung, die Werbung für den Umweltschutz und die finanzielle Entlastung von Haushalten, die im Bezug staatlicher Sozialleistungen wie SGB II stehen. Die weiteren Ziele sind ein Beitrag zum Klimaschutz und zu SGB II-Einsparungen.

Stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher Ulrich Baier:
Herr Kollege, was ist los?

(Zurufe)

Frau Ditfurth, können Sie bitte das Gespräch draußen weiterführen?

(Zurufe)

Frau Kauder, fahren Sie bitte fort.

Stadtverordnete Natascha Kauder, GRÜNE:

(fortfahrend)

Gleichzeitig erhalten Langzeitarbeitslose über die Qualifizierung und Beschäftigung als Stromsparhelferin und Stromsparhelfer eine Chance für den Wiedereinstieg ins Berufsleben. Die Energiesparhelferinnen und Energiesparhelfer kommen aus der Arbeitslosigkeit, teilweise aus der Langzeitarbeitslosigkeit, erlernen im Rahmen einer zwölfmonatigen Schulung mit über 100 Stunden Theorie und Praxis und werden somit als Energiesparhelfer ausgebildet. Die Stromsparhelferinnen und Stromsparhelfer kennen als ehemalige Langzeitarbeitslose die Alltagsprobleme von Haushalten mit geringem Einkommen und gehen daher sehr sensibel mit den für sie fremden Haushalten um. Die bis zu zwölf Teilnehmer erhalten im Verlauf der Qualifikationen in sechs Modulen eine umfassende theoretische und praktische Schulung zu den Themenbereichen Energie- und Wasserversorgung sowie Einsparmöglichkeiten bei Strom, Heizung und Wasser in privaten Hauhalten und sie erhalten ein Kommunikationstraining.

(Zurufe)

Stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher Ulrich Baier:

Ich möchte auch die Presse bitten, zu ihren Plätzen zurückzukehren.

Stadtverordnete Natascha Kauder, GRÜNE:

(fortfahrend)

Das Ergebnis: Dieser Service hat einen doppelten sozialen Nutzen, zum einen für die Stromsparchecker, von denen bis zu 30 Prozent später eine reguläre Arbeit finden, und zum anderen für die von Transferleistungen abhängigen Haushalte, für die die steigenden Strom- und Wasserkosten sehr belastend sind. Arbeitslose werden so zu Einsparhelfern ausgebildet und gezielt in Haushalte mit geringem Einkommen, vor allem Hartz IV, geschickt, um Strom- und Wassereinsparmöglichkeiten zu ermitteln und sofort mit Installationsmaterialien den Verbrauch um bis zu 30 Prozent zu senken. Dies senkt die Kosten der Haushalte, den CO2-Ausstoß, die Umweltbelastung und fördert die Sensibilisierung für das wichtige Thema des globales Klimaschutzes.

(Beifall)

Der vom Frankfurter Energiereferat angestoßene Kooperationseinsatz verknüpft damit auf erfolgreiche Art und Weise Arbeitsmarkt sowie sozial- und klimapolitische Ziele miteinander. Schon seit dem Jahr 2005 bietet der Caritasverband das Programm an.

Das ist der Erfolg des Frankfurter "Cariteam‑Energiesparservices" zum bundesweiten Stromsparcheck für Haushalte mit geringem Einkommen. Alle genannten Zahlen und Fakten belegen die große und positive Wirkung des Projektes für die Umwelt, für einkommensschwache Haushalte und für die Qualifizierung Langzeitarbeitsloser.