Aktuelle Stunde: Dialogmuseum

Stadtverordneter Sebastian Popp, GRÜNE:

Herr Vorsteher, meine werten Kolleginnen und Kollegen!

"Und ewig grüßt das Murmeltier." Ich weiß nicht, zum wievielten Male in bald drei Jahrzehnten das Thema Dialogmuseum in dieser Stadt verhandelt wird. Es wird in der Regel immer dann verhandelt, wenn das Geschäftsmodell dieses, wie die Dezernentin gesagt hat, privaten Museums, dieses sozialen Unternehmens, und ich würde gerne anfügen, dieses inklusiven Arbeitsprojektes einmal mehr gefährdet ist.

Die GRÜNEN teilen vieles, was zur Bedeutung dieses Museums gesagt worden ist. Aber ich möchte an dieser Stelle einmal ganz klar sagen, was ich mir und was sich die GRÜNEN wünschen würden. Ich würde mir ein inklusives Museum wünschen, das mehr als das Dialogmuseum ist, das vielleicht eine Kooperation mit dem Gehörlosenmuseum eingeht und den Bereich inklusiver Systeme der Fachhochschule mit einbezieht. Da bin ich eher an der Seite des Ex‑Dezernenten Semmelroth beziehungsweise von Herrn Dr. Dürbeck, der nur auf eine interessante Art und Weise das Schwarze-Peter-Spiel dargestellt hat, das wir hatten. Es gab die Zeit, als das Dialogmuseum einmal bei der Oberbürgermeisterin angesiedelt war. Ich glaube, da gehört es hin. Wenn es so wird, wie wir GRÜNEN uns das wünschen würden, dann sollte nämlich jedes Mädchen und jeder Junge in dieser Stadt dieses Museum gesehen haben, idealerweise auch jede Frankfurterin und jeder Frankfurter, weil man da etwas für sein Leben und für seinen Kopf lernen kann. Aber es ist natürlich genauso ein schulisches Projekt, ganz zentral aus unserer Sicht. Das heißt, es müsste eine gemeinsame Anstrengung des Magistrats geben, weil - auch da sind wir GRÜNEN uns mit den Vorrednerinnen und Vorrednern einig - die Macherinnen und Macher des Dialogmuseums eine klare Ansage verdient haben, wie es weitergehen soll. Wir würden uns wünschen, dass sich alle Verantwortlichen in den Bereichen, die aus unserer Sicht dazugehören, einbringen, um ein Dialogmuseum in Frankfurt möglich zu machen. Einem inklusiven Arbeitsprojekt stünden noch einmal ganz andere Wege der Finanzierung offen. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.

Vielen Dank!

(Beifall)