Schwimmstättenentwicklung am Standort Rebstockbad

Stadtverordneter Taylan Burcu, GRÜNE:

Frau Vorsteherin, meine Damen, meine Herren!

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber wenn ich an das Rebstockbad denke - da geht es mir ähnlich wie Herrn Stadtrat Frank -, werden Erinnerungen wach: Das Schwimmenlernen in den Schwimmkursen als kleiner Junge, die Ferien, fast die gesamte Woche im Schwimmbad verbringen und dabei etliche Male rutschen, und ganz besonders an den ersten Kuss, ich darf beichten, der war nämlich auch im Rebstockbad.

(Beifall, Heiterkeit)

Nun fällt mir deshalb die Vorstellung, dass es dieses Rebstockbad in einigen Jahren nicht mehr geben wird, ganz schwer. Aber nichts ist für die Ewigkeit und ganz besonders kein Schwimmbad. Das Wichtigste für uns muss hier sein, dass wir weiterhin in einer wachsenden Stadt den Frankfurterinnen und Frankfurtern und auch Ihnen, Herr Dr. Schulz, wenn Sie zuhören würden, ermöglichen, in das Schwimmbad zu gehen. Denn das ist in unserem Land leider keine Selbstverständlichkeit mehr. Es gibt Kommunen, in denen schließen die Bäder oder in denen gibt es schon lange kein Schwimmbad mehr. Wir haben es eben gerade gehört, von einem Schwimmsterben in Deutschland ist die Rede, da können wir als Stadt Frankfurt stolz auf unsere 13 Bäder sein.

(Beifall)

Es gibt leider auch Kommunen, da gibt es zwar Schwimmbäder, aber da können sich gerade Kinder und Jugendliche die Eintrittspreise nicht mehr leisten. Gerade in einer eigentlich ziemlich teuren Stadt wie Frankfurt können wir stolz sein, dass wir im Vergleich relativ günstige Eintrittspreise haben, und wir GRÜNEN wollen, dass es auch in Zukunft so bleibt.

(Beifall)

Denn ein Schwimmbad ist eben nicht nur zum Spaß haben da, sondern dient auch der Gesundheit und hält fit. Schwimmen ist ein gelenk- und bänderschonendes Training, ein Workout für den gesamten Körper, bei dem alle Muskelgruppen trainiert werden. Es stärkt die Kondition, die Leistungsfähigkeit und das Herz‑Kreislauf-System. Deshalb ist es auch eine der beliebtesten Sportarten in unserer Stadt und deshalb haben wir auch so viele Vereine, die sich dieser Sportart gewidmet haben, ob für Babys, Kinder, Erwachsene oder Senioren. Dass gerade die Hälfte der Schulkinder - das haben wir gerade gehört - nicht schwimmen kann, zeigt mir aber, dass wir in Frankfurt weiterhin zeitgemäße Angebote bereithalten und diese Sportart auch weiter fördern müssen, Stichwort Schulschwimmen.

(Beifall)

Zeitgemäß bedeutet für uns vor allem auch, energieeffizient und nachhaltig zu sein.

(Beifall)

Gerade als Green City muss Frankfurt beim Neubau von Schwimmbädern State of the Art sein.

(Beifall)

Denn nicht nur das Ermöglichen von Badespaß und Schwimmenlernen sind wir unseren Kindern schuldig, sondern auch den Schutz unseres Klimas und unserer Umwelt. Deshalb werden wir GRÜNEN der Vorlage M 112 zustimmen, bedanken uns beim Magistrat und bei den BäderBetrieben hierfür und sind davon überzeugt, dass ein Neubau in derselben Größe, aber mit deutlich verbesserter Umwelteigenschaft und energetischer Bilanz der vernünftigste Lösungsschritt ist.

Ich hoffe, dass noch viele Kinder und Jugendliche in Frankfurt in einigen Jahren in dem neuen Rebstockbad das Schwimmen lernen, Spaß haben und möglicherweise viele schöne Erinnerungen, wie ich sie habe, sammeln können.

Vielen Dank!

(Beifall)