Sportfördermittel

Stadtverordnete Natascha Kauder, GRÜNE:

Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin,

liebe Kolleginnen und Kollegen!

Frankfurt ist eine Sportstadt, oder wie Markus Frank gerne sagt, die Sportstadt. Ich habe in den vergangenen drei Jahren die politische und finanzielle Unterstützung der Weiterentwicklung der vielfältigen Vereine, die Erfolge und Bedarfe und den Ausbau der sportlichen Infrastruktur von außen verfolgt. Frankfurt steht unübersehbar dem Trend vieler anderer Kommunen und Städte entgegen, zum Beispiel bei der Schließung von Schwimmbädern. Hier entgegen wird derzeit das Bäderkonzept ausgefeilt, um dem Bedarf an veränderten und wachsenden Bedürfnissen gerecht zu werden. So wurde gerade diese Woche auch der Letter of Intent mit der Goethe-Universität für ein Schwimmzentrum auf dem Sportcampus in Ginnheim unterzeichnet.

(Beifall)

Und ja, wir haben in Frankfurt seit Februar freien Eintritt für Kinder bis einschließlich 14 Jahre, und nicht nur für Frankfurter Kinder. Das ist ein Signal einer sozialen und familienfreundlichen Stadt. Wir leben hier die Begegnung und nicht den Ausschluss. Umfangreiche Sportangebote sind Bestandteil einer guten, gesundheitsfördernden und urbanen Lebensqualität, gerade in einer Großstadt. Sport bringt die Menschen zusammen, Menschen jeder Herkunft, jeden Alters und jeder Bildungsschicht. Zumindest ist das unser Anspruch. Es gibt hier über 400 Vereine und wahrscheinlich ziemlich jede Sportart. Vielen dieser Vereine gelingt der Anspruch, dies alles umzusetzen. Es gibt aber auch Vereine und Sportarten, in denen die Zugangshürden zu hoch sind. Wir GRÜNE sehen Sport als interkulturelles Thema und stehen für interkulturelle Öffnungsprozesse, für Öffnung und niederschwellige Zugänge.

(Beifall)

Eine für alle einladende Angebotsstruktur ist eine Chance für uns alle und fördert die dauerhafte Bindung an die Vereine. Neben der Sportförderung in festen Strukturen hat für uns auch die Weiterentwicklung informeller Sportmöglichkeiten eine hohe Priorität. Von attraktiven Skateranlagen bis zu Seniorenspielplätzen, Raum für Begegnung für alle. Und in Frankfurt setzen wir uns ein für einen Sport ohne Diskriminierung und ohne Homophobie - auf allen Sportplätzen und überall.

Die Vorlage M 40, um die es heute geht, ist eine Erfolgsgeschichte. Der Höchster Tennis- und Hockey-Club e. V., einer der ältesten Tennis- und Hockeyklubs der Region, hat einen Jugendanteil von mehr als 40 Prozent und einen Anteil von etwa 40 Prozent Sportlerinnen. Wir sprechen hier von einem Verein, der sich mit hohem Eigenkapital öffnet. Die Laufbahn um den Hockeyplatz steht zum Beispiel auch umliegenden Schulen zur Verfügung. Eine Offenheit, die nicht selbstverständlich ist. An dieser Stelle schon einmal vielen Dank an die Verantwortlichen des HTC.

(Beifall)

Die Planung und Umgestaltung wurde und wird von den Mitgliedern eng begleitet. Ziel ist, kein Mitglied in der Bauphase zu verlieren, aber weitere Menschen für den Sport zu begeistern. Sportförderung beziehungsweise Bauinvestition zeigt an diesem Beispiel sehr gut, wie Modernisierung und Weiterführung beziehungsweise Weiterentwicklung der Vereinsarbeit, hier von Naturrasen zu Kunstrasen, neue Tennisfreiplätze sowie Tennishalle mit Funktionsräumen, die Wettbewerbsfähigkeit und die Standortsicherung positiv entscheiden kann. Mit der Investition gerade in den Kunstrasen ist die Attraktivität des Hockeysports auch langfristig gesichert und dem Trend der vergangenen Jahre beim Mitgliederzuwachs sollte nichts mehr im Wege stehen. Das Ziel für die Sportstadt Frankfurt, hier den Sport zu stärken und attraktive Sportmöglichkeiten für alle zu schaffen, die Anlage auszubauen und zu pflegen, wird in Höchst umgesetzt. Für das gemeinsame Ziel der besonderen Verantwortung der lokalen Jugendarbeit und der effektiven Nachwuchsförderung sind wir wieder einige Schritte weitergekommen.

Vielen Dank!

(Beifall)