Aktuelle Stunde: Flohmarkt Mainkai

Stadtverordnete Hilime Arslaner-Gölbasi, GRÜNE:

Sehr geehrter Herr Vorsteher,

sehr geehrte Damen und Herren!

Diese Frage ist wie ein Matroschka-Püppchen: eine Frage in der anderen, oder jeder sucht sich das aus, was er aus dieser Frage machen will. Vordergründig geht es um die Verlegung des Flohmarktes. Das ist eher ein einfacheres Thema, Herr Stadtrat Frank hat das schon beantwortet. Ab dem 25. Januar wäre dies möglich, und damit wäre die Frage eigentlich beantwortet. Aber dann kommt plötzlich die Eisbahn ins Spiel.

Ich möchte keine Spielverderberin sein, aber dennoch frage ich mich: Wer bräuchte denn eine Eisbahn? Und wenn sie überhaupt gebraucht wird und 100.000 Euro dafür von der Stadt bezahlt werden sollten, dann sollte der Standort - und da spreche ich als wirtschaftspolitische Sprecherin - danach bestimmt werden, wie es den Einzelhandel attraktiver macht oder die Gastronomie stärkt.

Meine Damen und Herren, bei der ganzen Diskussion gerade um die Eisbahn wird ein wesentlicher Aspekt überhaupt nicht erwähnt. Wo sind die klimapolitischen Aspekte? Wer hat es im Blick, die Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien mit zu denken? Bei der Erörterung im Tourismusbeirat scheinen diese klimapolitischen Aspekte zumindest keine Rolle gespielt zu haben. Gestern Abend habe ich aus einer öffentlichen Veranstaltung über den Klimawandel mit Professor Curtius mitgenommen, dass wir klarer und konsequenter die Maßnahmen für die Verlangsamung des Klimawandels einleiten müssen. Und zwar sofort. Daher war und ist es richtig, die nördliche Mainuferseite zu sperren. Die Verkehrsberuhigung und Verkehrsbehinderungen müssen wir an der Stelle noch einmal überdenken, aber wichtig ist, jegliche Maßnahmen für den Klimawandel und die Mobilitätswende sofort und konsequent umzusetzen.

(Beifall)