Aktuelle Stunde: Kulturcampus

Stadtverordneter Ulrich Baier, GRÜNE:

Sehr geehrter Herr Vorsteher,

liebe Kolleginnen und Kollegen!

Eine lange Durststrecke auch der Kulturcampus, vor allem weil sich der Restumzug der Universität immer weiter verschob, nun auf 2023. Für manche fast vergessen -, "auch nur ein Traum von Petra Roth". Wir GRÜNEN halten an diesem Traum fest, einem Leuchtturmprojekt der Stadt. Der Begegnungsraum von Hochschule, Frankfurter Kulturinstituten, der Forschung im Senckenberg Museum, dem Offenen Haus der Kulturen und den dort Wohnenden. Eine große Chance. Wir freuen uns daher, dass es jetzt vorangeht, wenn auch mit zwei Geschwindigkeiten von Land und Stadt.

Inhaltlich: Die Planung für die Hochschule ist seit Sommer fertig. Das Land will die Ausschreibung des Wettbewerbs noch 2019. Es mahnte seit Langem die Stadt, mit ihren Raumplanungen noch rechtzeitig in die Pötte zu kommen. Diese Raumplanung ist endlich seit wenigen Wochen fertig. Doch Konkretes ist uns nicht bekannt. Zwei Geschwindigkeiten auch beim Geld. Das Geld für die Hochschule ist seit Jahren gesichert durch das HEUREKA‑Programm. Bei der Stadt Frankfurt sind uns weder für Planung noch für Bau noch für Betrieb Anmeldungen oder Beschlüsse für die notwendigen Summen bekannt. Vielleicht muss die ABG einspringen. Worauf es jetzt ankommt, ist eine fachliche und politische Endabstimmung der beiden Planungen. Ziel muss es sein, so viele Räume wie möglich mit gemeinsamer Nutzung in den Wettbewerb aufzunehmen.

(Beifall)

Sehr erfreulich ist auch, dass der Präsident der Hochschule, Herr Professor Fulda, nun voll hinter diesem Konzept steht, weil die Hochschule und Kulturinstitute sich gegenseitig künstlerisch befruchten und weil dies beiden Geld sparen würde. Schon heute gibt es die gegenseitige Nutzung von Räumlichkeiten. Auch die Ministerin hat uns signalisiert, dass sie selbst dieses Ziel teilt, aber auf Frankfurt wartet. Doch scheinbar hapert es noch an der Abstimmung zweier Abteilungen ihres Ministeriums für dieses Ziel. Die Abteilung Kunst sagt Ja, die Abteilung Wissenschaft scheint zu mauern. Neu für uns, die Abteilung für Kunst gibt uns Geld. Auch mit der Stadtplanung Frankfurt ist wohl noch nachhaltig zu reden. Nicht zuletzt eine transparentere Information der Kulturdezernentin als in den letzten Jahren und Monaten wünschen wir uns auch. Wenn sie energisch unser gemeinsames Ziel verfolgt, hat sie unsere volle Unterstützung.

Viele Dank!

(Beifall)