Aktuelle Stunde: Inklusion

Stadtverordnete Sylvia Momsen, GRÜNE:

Herr Stadtverordnetenvorsteher,

meine Damen und Herren!

Vielen Dank, Herr Brillante, für das Thema alleine an sich schon, aber auch für Ihre eindrückliche Rede.

Für Menschen mit Autismus‑Spektrum-Störungen, die aufgrund ihrer besonderen Bedarfe ein spezielles Wohnangebot benötigen, gibt es in Frankfurt leider keine Wohnformen. Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen haben die unterschiedlichsten Schwierigkeiten, sich in Raum und Zeit zurechtzufinden, da sie eine besondere Art des Denkens, Fühlens und Handelns haben, und es ist nötig, die Umwelt an die individuellen Besonderheiten anzupassen und nicht umgekehrt.

(Beifall)

Ist ein überschaubarer Lebensraum mit klaren Abläufen sowie individuellen Strukturierungshilfen von Raum, Zeit, Material und Assistenz durch fachkompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorhanden, so sind das die besten Grundvoraussetzungen für die Verbesserung der Selbstständigkeit von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen und ihrer Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft. Solch eine ganzheitlich orientierte Denkweise unter Einbeziehung der betroffenen Menschen wäre richtungsweisend für ein neues Wohnprojekt in Frankfurt, das mit Hilfe von Landeswohlfahrtsverband und Stadt verwirklicht werden könnte.

Ich danke Ihnen!

(Beifall)