Betrieb der Commerzbank-Arena

Stadtverordnete Natascha Kauder, GRÜNE:

Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin,

liebe Kolleginnen und Kollegen!

Die Commerzbank-Arena ist Fußballarena und Eventlocation zugleich. Meine Vorrednerin hat das schon erwähnt, wobei ich nicht Rammstein sage, sondern Helene Fischer nenne. Also vom World Club Dome, Helene Fischer bis zuletzt immer ausverkauften Pokal- und Bundesligaspielen: Die Arena boomt immer wieder, vor allem bei den Siegen der Eintracht. Daher sind neue Strukturen und Rahmenbedingungen für den Betrieb der Commerzbank-Arena mit der Kapazitätserweiterung nötig. Wir sprechen heute über die Vorlage M 19, über Mietverträge, Betriebskosten, Umbaumaßnahmen, Vermarktung und über hohe Investitionen in den Ausbau der Digitalisierung - Frau Busch und Frau Meister haben die Summen genannt. Der seit 2005 bestehende Vertrag zum Betrieb der Arena zwischen der städtischen Besitzergesellschaft, Sportpark Stadion Frankfurt, und dem bisherigen Betreiber endet am 30. Juni 2020. Alle Beteiligten inklusive einer städtischen Verhandlungskommission haben sich frühzeitig über die Organisation und den weiteren Betrieb und die Vermarktung ausgetauscht, um den hohen Ansprüchen gerecht zu werden. Frau Busch hat es ausführlich erwähnt. In einem Letter of Intent wurde die künftige Nutzung des Stadions für alle positiv beschlossen. Auch meinen Dank an die Verhandlungskommission!

Der Eintracht Frankfurt Fußball AG wird in einem über 15 Jahre laufenden gewerblichen Mietvertrag ab 1. Juli die Nutzung der Arena in einem zeitlichen Anteil von 80 Prozent eingeräumt. Die Vermarktungsrechte liegen bei Eintracht Frankfurt. Die Verantwortung für die Technik und das Gebäudemanagement übernimmt die städtische Sportpark Stadion GmbH. Somit ist die Aufgabenverteilung zwischen Stadt und Eintracht klar geregelt, und es gibt wichtige Planungssicherheit. Ganz entscheidend dabei - man kann es nur immer wieder erwähnen - ist die Kapazitätserweiterung und der digitale Ausbau. Wir sprechen hier zukünftig von bis zu 60.000 Plätzen, circa 10.000 Plätze mehr als bisher. Das Thema Digitalisierung, Ausbau, hohe Investitionen und gleichzeitig sozialverträgliche Eintrittspreise spiegeln die Haltung aller Beteiligten wider, die Haltung der Eintracht und die Haltung der Stadt. Neu sind die stark vergünstigten Tickets für Jugendliche. Die Erhöhung der Anzahl der Plätze, dabei insbesondere der Stehplätze, führt dazu, dass noch viel mehr Eintracht-Fans am Fußballgeschehen direkt im Stadion teilhaben können. Gerade im Hinblick auf die Euro 2024 - bei der Frankfurt ja Austragungsort ist - und den langfristigen Erfolg der Eintracht in der Bundesliga, ist mit einer entsprechenden Auslastung des Stadions zu rechnen. Da war es umso wichtiger und zukunftsweisend, dass eine Einigung für eine moderne, wirtschaftlich und ökologisch erfolgreiche Weiterentwicklung des Stadions erarbeitet wurde. Also Musik- und Sportereignisse gibt es dann in Frankfurt unter neuen und noch besseren Bedingungen. Daher können Helene Fischer, Rammstein und Pink immer wieder ins Stadion kommen, die Spiele zur Euro 2024 werden nicht nur spielerische Highlights werden, die Eintracht bleibt ohne Frage in der ersten Bundesliga und wird weiter laut "Nazis raus!" rufen.

(Beifall)