Aktuelle Stunde: Multifunktionsarena

Stadtverordnete Natascha Kauder, GRÜNE:

Meine sehr verehrten Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher,
sehr geehrter Herr Frank!

Im Juni haben wir über die überraschende Absage beziehungsweise Nichteinhaltung der Frist des Bieterkonsortiums Langano im Ausschreibungsverfahren um die Multifunktionsarena am Kaiserlei gesprochen. Heute sprechen wir über die Absage beziehungsweise Nichtaufnahme der erneuten Verhandlungen der Anschutz-Gruppe. Wir haben ja eben den Austausch von Frau Busch und Herrn Frank gehört. Das war sehr spannend, von daher kann ich mir den Teil der Rede sparen. Insbesondere Sportdezernent Frank ist ja seit Jahren im engen Austausch mit den Vertreterinnen und Vertretern von Langano und im vergangenen Monat erneut mit Anschutz. Dass es bei den Themen Bau- und Finanzierungskonzept sowie Verkehr und eben den offenen Punkten der Stadt Frankfurt zum punktuellen Verkehrsaufkommen noch Fragen gab, haben wir eben auch gehört. Und dennoch gab es für die Multifunktionsarena hohen Zuspruch und es gab hohe Erwartungen vonseiten verschiedener Sportvereine. Über Zuschlagsfristen, Vergabefristen, Bieterinnenverfahren, Erbpachtverträge haben wir auch schon genug gehört. Eine Multifunktionshalle beziehungsweise einen Spatenstich dazu haben wir leider immer noch nicht. Das stimmt, Frau Busch. Verantwortlich dafür sind viele, aber die einseitige Kritik am Sportdezernenten, gerade durch die SPD, ist ein bisschen zu einfach.

(Beifall)

Die Presse spricht von Luftschloss, die LINKE. spricht von saftiger Niederlage, heute haben wir vom sinkenden Schiff gehört. Wie geht es aber am Standort Kaiserlei weiter? Wir haben heute drei mündliche Fragen dazu gehabt. Die Fragen drehen sich um die Punkte wir hatten keine Zeit und wie viel Geld wir bisher investiert haben. Aber es gibt keine Frage zur Megahalle am Flughafen. Das finde ich sehr interessant.

Die Koalition, ich muss es auch noch einmal sagen, hat sich auf den Standort Kaiserlei verständigt. Nun gibt es aber eine neue Idee. Dieses Mal nicht von einem fremden Investor mit riesigen, überdimensionierten Hallen, der ins Rennen geht, nein, es geht ein Bundesligaverein ins Rennen, bestens vernetzt und mit großen Sponsoren im Rücken, die Skyliners. Ihre Vision: Eine Sportarena für wahrscheinlich 13.000 Menschen, ohne Megahotel, ohne Einkaufszentrum. Die Skyliners planen ambitioniert, aber realistisch. Nun muss den Skyliners auch eine realistische Frist zur Abgabe aller Unterlagen gegeben werden, für einen Sportverein ein Megaprojekt.


Es ist jetzt nicht nötig, sofort die Europäische Schule - wobei es die SPD gar nicht gemacht hat oder ich habe es überhört - für das Gewerbegebiet Kaiserlei ins Spiel zu bringen - ein Standort, der für uns GRÜNE auch problematisch ist.

(Beifall)

Das hohe Verkehrsaufkommen und die Abschottung der Schule sind nur zwei Punkte, die wir GRÜNE kritisch sehen. Daher sind wir GRÜNE auf das Angebot, das Konzept der Skyliners sehr gespannt. Vonseiten des Sportdezernenten ist es auch richtig, sich das Konzept anzuschauen und nach Koalitionsgesprächen die Verhandlungen neu aufzunehmen. Rückendeckung und auch sicher viele Tipps für das Großprojekt bekommen die Skyliners von Eintracht Frankfurt. Hier zeigt sich erneut, dass die Sportfamilie, wie Markus Frank so gerne sagt, zusammensteht. Daher kann ich, wie im Juli, nur sagen, wir brauchen noch etwas Geduld und Vertrauen in die zuständigen Personen im Magistrat, damit wir in Frankfurt eine Multifunktionsarena bekommen - für den Sport, für die Vereine und für die Spielerinnen und Spieler, die schon so lange warten.

Vielen Dank!


(Beifall)