Lückenschluss U4 - TuS Makabi - Grünes Y

Stadtverordnete Natascha Kauder, GRÜNE:

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin!

Ich zitiere aus dem Antrag der BFF NR 1230: „Aufgrund der Planung zum Lückenschluss der Stadtbahnlinie U 4 und den verschiedenen Varianten zur Streckenführung, über die vonseiten des Magistrats noch nicht abschließend entschieden ist, sind die Sportvereine, die die derzeitige Bezirkssportanlage Dornbusch nutzen, in ihrer Entwicklungsmöglichkeit stark beeinträchtigt.“ Das ist richtig. Konkret geht es hier vor allem um TuS Makkabi, der seit vielen Jahren seinen Neubau hier plant, alle baurechtlichen und finanziellen Voraussetzungen erfüllt und in einer sehr schwierigen Warteschleife ist und immer wieder dezernatsübergreifend Gespräche sucht. Den TuS Makkabi nach Jahren voller Planung jetzt auf das Grüne Ypsilon, einen übergeordneten Grünzug, zu verweisen und aufzufordern, Gespräche mit Verantwortlichen zu suchen, ist schon sehr unverschämt und spiegelt nicht die laufenden Verfahren wider.

(Beifall)

Zudem ist das iSTEK, auf das die BFF auch verweist, das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept, kein Konzept für Wohnungsbau. Gerade weil die Stadt von innen und außen so wächst und Flächen, Bauflächen, Grünflächen und Bewegungsräume eng werden, wir teilweise schon von Übernutzung sprechen, bietet das iSTEK einen strategischen Orientierungsrahmen und hier sind auch Grünflächen, Sport- und Bewegungsräume klar benannt.

Liebe Kollegen von der BFF, das geht sogar so weit, dass bei der Flächenentwicklung Sport und Bewegungsangebote in näherem Umfeld beachtet und eingeplant werden müssen. Mike Josef hat vor ein paar Monaten das iSTEK vorgestellt und darauf sehr genau hingewiesen. Unmissverständlich klar muss sein, dass Wohnfläche nicht gegen Sport- und Bewegungsfläche ausgespielt werden darf. Wir brauchen beides. Gerade in unserer wachsenden Stadt werden Sport und Bewegungsräume in Hallen und auch Freiflächen immer wichtiger. Dazu brauchen wir TuS Makkabi, die Griechische Sport Union, FC Maroc, FC Kosova und den Zirkus Zarakali genau an dieser Stelle.

(Beifall)

Das Angebot von Ausgleichsflächen in Verbindung mit einer Modernisierung von Sportanlagen unter der gesamten Sportinfrastruktur zu modernisieren ist immer sehr gut, aber es darf nicht mit dem Argument kommen, wir brauchen Wohnfläche.

Zur Fläche am Kaiserlei wurde heute schon sehr viel gesagt. Die unterschiedlichen Positionen sind sehr deutlich. Zu den Mainwasen, die die BFF auch eingebracht hat, gab es im September einen Termin mit den Vereinen, den Fraktionen und Stadtrat Schneider. Es soll eine topmoderne Sportanlage an der Offenbacher Landstraße mit zwei Kunstrasenplätzen gebaut werden und es soll ein Funktionsgebäude entstehen. Sicher gibt es noch offene Fragen, zum Beispiel, ob hier eine Sporthalle entstehen könnte oder ob es mögliche Kooperationen geben könnte. Im Rahmen von derzeit laufenden Workshops mit dem Sportamt und dem Grünflächenamt gibt es zudem einen konstruktiven Austausch mit den Vereinen, um deren Vorstellungen und Wünschen gerecht zu werden.

Für das große Paket Mainwasen, Kaiserlei, Sportvereine, Grünflächen und, und, und wird es hoffentlich bald zu einer Lösung kommen, mit der auch alle Beteiligten zufrieden sind.

Vielen Dank!

(Beifall)