FAG hat nichts gelernt! GRÜNE zur erneuten Debatte um die ehemalige Herzklinik

„Was hat die FAG eigentlich aus dem Scheitern der ehemaligen Herzklinik an der Breiten Gasse gelernt? Offensichtlich nichts!“ erklärt Stefan Majer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN IM RÖMER, zu dem Vorstoß der FAG, in dem Gebäude an der Breiten Gasse nicht das Gesundheitsamt anzusiedeln, sondern einen Investor mit einer orthopädischen Privatklinik zum Zuge kommen zu lassen. Majer erinnert daran, dass die private Herzklinik vor allem daran gescheitert sei, dass diese nicht Teil des Hessischen Krankenhausrahmenplanes war und demnach nur in Einzelfällen mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen konnte. Jeder, der sich im Krankenhausbereich auskenne, wisse, dass eine neue orthopädische Klinik vor denselben Problemen stehen würde. „Niemand kann ernsthaft wollen, dass sich ein solches Drama - das immer auch ein Drama der dort Beschäftigten ist - wiederholt“.

Außerdem scheine die FAG nicht zur Kenntnis zu nehmen, dass viele Krankenhäuser gegenwärtig um ihr Überleben kämpfen. Es werde in den kommenden Jahren nicht mehr, sondern weniger Krankenhäuser geben; dies sei die einhellige Prognose der Experten. „Es macht daher wenig Sinn, einem zusätzlichen Krankenhaus in Frankfurt politisch den ‚Roten Teppich’ auszurollen, das sich selbstverständlich auf die besonders rentablen Teile einer stationären Versorgung konzentrieren würde“ hält Majer der FAG entgegen. „Und was die angesprochenen ‚Privatpatienten aus dem In- und Ausland’ angeht, so werden diese natürlich auch von den bereits existierenden Krankenhäuser längst als attraktive ‚Kunden’ umworben – um des wirtschaftlichen Überlebens willen.“ Wenn die FAG ihren eigenen Vorstoß ernst nehmen würde, dann – so die Aufforderung von Majer – solle sie am Besten gleich dazusagen, welche orthopädische Klinik sie denn in Frankfurt zur Schließung vorschlage und was sie den dort Beschäftigten empfehle.
    
„Was schließlich das Stadtgesundheitsamt angeht, ist eine Entscheidung für einen neuen, zentral gelegenen und räumlich geeigneten Standort längst überfällig. Eine weitere Verzögerung ist weder den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die das Stadtgesundheitsamt täglich aufsuchen, noch den dort arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern länger zuzumuten.“ so Majer abschließend.