Europäische Zentralbank - Landrat Gall kündigt vorweihnachtliches Wunder an

Zur Ankündigung von Landrat Gall, die EZB in den Main-Taunus-Kreis zu holen erklärt Olaf Cunitz, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Römer:

Mit großem Erstaunen haben die GRÜNEN vernommen, dass der Main-Taunus-Kreis sich bemühen will, die Europäische Zentralbank (EZB) zum Umzug ins Umland zu bewegen.

Um dies zu bewerkstelligen müsste Landrat Berthold Gall (CDU) sich als wahres europapolitisches Talent erweisen. Er müsste nämlich die Mitgliedstaaten der Europäischen Union dazu bewegen, sich einvernehmlich auf einen neuen Standort zu einigen. Der Sitz der EZB wurde von den Regierungen der Mitgliedstaaten in einem Protokoll festgelegt, dass dem Vertrag über die Europäische Union beigefügt wurde. Darin werden unter anderem auch der Sitz des Europäischen Parlaments und weiterer Organe geregelt.

Falls sich Landrat Gall beraten lassen möchte, wie dieses Vertragswerk zu ändern ist, werden die GRÜNEN gerne versuchen einen Kontakt zum Ex-Außenminister Joschka Fischer herzustellen.

Die weitere Alternative, um den vertraglich festgelegten Sitz der EZB beizubehalten, wäre es, jenen Teil des Main-Taunus-Kreises nach Frankfurt einzugemeinden, der für einen neuen Standort in Frage käme.

Die GRÜNEN sind gespannt welchen Weg Landrat Gall beschreiten wird. Beide wären ein wahres, vorweihnachtliches Wunder.