Nassauische Heimstätte - Zitieren, aber bitte richtig

Zur Nassauischen Heimstätte erklärt Andrea Lehr, wohnungspolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer:

Es ist bedauerlich, dass die SPD bei jedem Wahlkampf mit den Ängsten der Mieterinnen und Mieter in Frankfurt ihr Spiel treibt. Dieses Mal am Beispiel der Naussauischen Heimstätte.

Erstaunlich ist es, dass die SPD und ihr Unterbezirksvorsitzender Franz Frey dabei fleißig aus dem Wahlprogramm der GRÜNEN zitieren. Aber immer nur in verkürzter Form. Die vollständige Passage aus dem Kommunalwahlprogramm lautet:

Bei der Nassauischen Heimstätte, wo die Stadt eine Minderheitsbeteilung hält, wollen wir, dass die Stadt Frankfurt ihr Vetorecht dazu nutzt, den geplanten Verkauf durch das Land an private Investoren zu verhindern. Sollte sich ein Verkauf trotz Ausschöpfung aller rechtlichen Mittel nicht abwenden lassen, werden wir darauf drängen, dass die Erlöse wiederum in Wohnungen investiert werden und die Stadt Frankfurt ein Vorkaufsrecht für die Frankfurter Wohnungen erhält.

Die zweite Hälfte der Passage wird von der SPD geflissentlich weggelassen. Wenn die SPD und Frey nun erklären, die "Wahrheit steht im Kommunalwahlprogramm der Grünen" und dies zu ihrer Position machen, sollten sie auch deutlich machen, in welchem Umfang sie die Haltung der GRÜNEN teilen. Alles andere ist nur Trickserei.

Die Koalition aus CDU und GRÜNEN wird in Frankfurt die Interessen der Mieterinnen und Mieter der Naussauischen Heimstätte schützen und sich für sie einsetzen. Die Panikmacherei der SPD und ihres Vorsitzenden entbehren jeder Grundlage.