GRÜNE fordern Aufrechterhaltung des Postfilialnetzes

Angesichts von zahlreichen Schließungen von Postfilialen und der Einschränkung von Postbankdienstleistungen, erklären Martina Feldmayer und Olaf Cunitz von den GRÜNEN im Römer:

Die Post AG schliesst in vielen Stadtteilen ihre Filialen. Jüngstes Beispiel ist die Schliessung der Postfiliale in Schwanheim. Kompensiert werden sollen die Schliessungen damit, dass häufig Einzelhändler als so genannte Partner die Postdienstleistungen übernehmen. Diese Praxis bringt allerdings zahlreiche Probleme mit sich. So befinden sich die Partneragenturen meistens nicht wie die Postfilialen im Zentrum der Stadtteile. Dies bedeutet gerade für ältere Menschen eine grosse Einschränkung. Die Ladengrösse lässt es häufig nicht zu, dass Bankgeschäfte vertraulich erledigt werden können. Ausserdem lassen sich verstärkt Überfälle auf Partneragenturen der Post AG feststellen, weil diese nicht mit den üblichen Sicherheitssystemen ausgerüstet sind. Aufgrund der mangelnden Sicherheitseinrichtungen, bleiben die Betreiber der Agenturen dann meistens auf den finanziellen Schäden sitzen, weil die Versicherungen nicht bereit sind zu zahlen.

Letztendlich ist es auch so, dass ein Einzelhändler, der die Postdienstleistungen als zusätzliches Angebot versteht, dies neben allen anderen Aufgaben zu erledigen hat, und so kaum in der Lage ist, vom Service und vom Personal her das Gleiche zu leisten, was eine Postfiliale leistet.

Ein weiterer Punkt ist die Aufgabe der Postbankleistungen in Postfilialen wie zum Beispiel in Griesheim oder der Römerstadt. Das trifft vor allem Menschen empfindlich, die nicht mehr so mobil sind oder auf Online-Banking zurückgreifen können.

Die Post AG ist nach der Post-Universaldienstleistungsverordnung verpflichtet, alle 2000 Meter ihre Dienstleistungen bereit zu halten. Dies sollte auch vom Magistrat eingefordert und überprüft werden.

Aus diesem Grund fordern die GRÜNEN im Römer in einem Antrag den Magistrat auf, mit der Post AG in Verhandlungen zu treten, um eine flächendeckende stationäre Versorgung von Postdienstleistungen in Frankfurt am Main gemäß ihrer Selbstverpflichtung und der Post-Universaldienstleistungsrichtlinie (PUDLV) bereitzuhalten.

Darüber hinaus sollen keine weiteren Postfilialen geschlossen und keine weiteren Postbankdienstleistungen abgebaut werden.

Die GRÜNEN fordern weiterhin, dass die Post AG, die Inhaber von „Partneragenturen“ umfassend darüber aufklärt, welche Risiken mit dem Betrieb einer Postagentur auf sie zukommen und wie sie sich gegen Überfälle sichern können.