Grüne fordern Konsequenzen aus Zunahme der Nachtflüge

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen Olaf Cunitz und die umweltpolitische Sprecherin der Grünen Martina Feldmayer fordern den hessischen Verkehrsminister Alois Rhiel auf,  Konsequenzen aus der dramatischen Zunahme der Nachtflüge über Frankfurt am Main zu ziehen, und das offensichtlich untaugliche Instrument der Lärmkontingentierung einzustellen.

Die kontinuierliche Zunahme von Nachtflügen seit 2002  bestätigt die Kritik der Grünen am System des Lärmkontingents, das vom damaligen Minister Posch als Errungenschaft zur Lärmreduzierung eingeführt und von seinem Nachfolger Minister Rhiel, trotz der offensichtlichen Untauglichkeit, beibehalten wurde. 

Das Lärmkontingent wird von den Fluggesellschaften soweit wie möglich ausgereizt und immer mehr Flüge in die so genannten „Tagesrandzeiten“ von 22.00 bis 23.00 Uhr und von 05.00 bis 06.00 Uhr gelegt.  „Da wird es also zwischen 22.00 und 23.00 Uhr und 05.00 und 06.00 Uhr noch mal richtig laut, bevor es dann nur noch ab und zu laut ist“, so Feldmayer sarkastisch.  Hier wird leichtfertig mit dem Schutz der Nachtruhe und der Gesundheit der Bevölkerung umgegangen.  Der Wirtschafts- und Verkehrsminister muss hier endlich die Reissleine ziehen und gegen die unsägliche Praxis der Nachtflüge vorgehen.

Mit der Lärmkontingentierung und der jetzigen Regelung der Nachtflugbeschränkung gibt es faktisch fast keine Einschränkungen für die Fraport AG und die Fluggesellschaften bei den Nachtflügen. Sonder- und Ausnahmeregelungen, sowie großzügige Vergabe von Lärmpunkten erlauben sogar die Steigerung der Flugbewegung.

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen Olaf Cunitz fordert den Hessischen Wirtschafts- und Verkehrsminister auf,  schnellstmöglich die Lärmkontingentierung für Nachtflüge zu beenden und, das von den Grünen seit Jahren geforderte Nachtflugverbot von 22.00 bis 06.00 Uhr einzuführen.