Druck aus Frankfurt erfolgreich

"Die Zusage des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BifAM), den Antrag der Stadt Frankfurt zu genehmigen, zusätzliche Patienten mit synthetisch hergestelltem Heroin (Diamorphin) zu therapieren, ist ein Ergebnis des unermüdlichen politischen Drucks, den Gesundheitsdezernentin Manuela Rottmann (GRÜNE) bei diesem Thema aufrechterhalten hat," so Olaf Cunitz, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Römer. "Offensichtlich war es erst notwendig, die Einreichung einer Klage gegen das BifAM anzukündigen, um Bewegung in das Genehmigungsverfahren zu bringen."

Die Stadt Frankfurt hatte beim dafür zuständigen BifAM beantragt, 150 weitere Schwerstabhängige für drei Jahre in die Behandlung mit Diamorphin aufzunehmen. Nachdem dort der Antrag mehr als drei Monate und damit über die gesetzliche Frist hinaus verschleppt wurde, hat die Stadt Frankfurt Klage gegen das Bundesinstitut eingereicht.

"Mit der Genehmigung ist nun die Möglichkeit gegeben, Schwerstabhängigen, bei denen andere Therapieansätze bisher keinen Erfolg gezeigt haben, die notwendige medizinische Versorgung zukommen zu lassen", führt Cunitz weiter aus. "Die Ergebnisse des Modellversuchs in sieben Städten waren eindeutig und haben gezeigt, dass diese Behandlung der Methadontherapie überlegen ist und deutliche Erfolge bei den Patienten erzielt werden können."

"Die Genehmigung des Antrags aus Frankfurt ist ein wichtiger Erfolg. Aber nun muss endlich aus dem Modellprojekt eine Regelbehandlung für Schwerstabhängige, auf einer klaren gesetzlichen Grundlage werden", mahnt Cunitz an. "Die Große Koalition auf Bundesebene aus CDU und SPD muss den begonnen Weg konsequent weitergehen und auch den anderen Städten die Möglichkeit eröffnen neue Patienten aufzunehmen."

"Dabei ist klar, dass die Kommunen nicht alleine auf den Kosten sitzenbleiben dürfen. Auch deswegen bleiben eine gesetzliche Regelung und die Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen weitere notwendige Ziele", so Cunitz abschließend.